. .

Rechtsanwalt Grundstücksrecht Rechtsanwälte | anwalt.de

Info Grundstücksrecht

Das Grundstücksrecht beinhaltet alle Rechtsfragen rund die Rechte von Grundstücken. Im engeren Sinne beinhaltet das Grundstücksrecht schwerpunktmäßig Rechtsfragen zu dem Grundstückskaufvertrag und den sogenannten dinglichen Rechten an Grundstücken. Gesetzliche Grundlage des Grundstücksrechts sind überwiegend Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Nach dem Grad der Berechtigung unterscheidet das Grundstücksrecht zwischen dem Vollrecht an einem Grundstück - Eigentum -, den grundstücksgleichen Rechten wie etwa dem Erbbaurecht und den beschränkten dinglichen Rechten. Zu den beschränkten dinglichen Rechten zählen die sogenannte Grunddienstbarkeit, die beschränkte persönliche Dienstbarkeit, der Nießbrauch, die Reallast, das dingliche Vorkaufsrecht und die Grundpfandrechte, also die Hypothek, die Grundschuld und die Rentenschuld.

Das Gesetz sieht für die Übertragung eines Rechts an einem Grundstück eine spezielle Art des Vertragsschlusses vor wegen der meist hohen Bedeutung und dem hohen Wert von Grund und Boden. Der schuldrechtliche Grundstückskaufvertrag oder Schenkungsvertrag über ein Grundstück bedarf für seine Wirksamkeit gemäß § 311b Bürgerliches Gesetzbuch der notariellen Beurkundung. Die Beurkundung durch einen Notar dient hauptsächlich dazu, den Grundstückseigentümer über die Tragweite seines Handelns aufzuklären. Dem Notar obliegt eine umfassende Aufklärungspflicht und er muss die Vertragsparteien umfassend über alle Rechtsfolgen ihres Handelns informieren. Mit dem Kaufvertrag hat sich der Käufer verpflichtet, dem Verkäufer das Eigentum am Grundstück zu übertragen.

Diese Eigentumsübertragung ist bei Grundstücken besonders geregelt. Bei beweglichen Sachen erfolgt der Übergang des Eigentums allein schon mit Einigung der Vertragsparteien und Übergabe der Sache. Doch bei Grundstücken handelt es sich um nicht bewegliche Sachen und das Eigentum an ihnen kann nicht mit einem äußerlichen, erkennbaren Akt übertragen werden. Deshalb erfolgt bei ihnen die Einigung durch die sogenannte Auflassung (§ 935 BGB) und die Übergabe wird durch die Eintragung der Rechtsänderung ins Grundbuch ersetzt, § 873 BGB. Die Auflassung muss notariell beurkundet werden. Mit der Auflassungserklärung wird beim Grundbuchamt ein Antrag auf Eintragung der Rechtsänderung ins Grundbuch gestellt werden. Erst wenn die Eintragung im Grundbuch erfolgt ist, geht das Eigentum auf den neuen Rechtsinhaber über. Nur ausnahmsweise tritt der Eigentumsübergang bereits vor der Grundbucheintragung ein, nämlich bei Eigentumserwerb kraft Gesetzes etwa im Rahmen der Erbfolge, einen behördlichen oder richterlichen Akt (z.B. den im Rahmen einer Zwangsversteigerung erteilten Zuschlag an den Höchstbietenden).

Weil es nach dem Abschluss des Grundstückskaufvertrages geraume Zeit dauert, bis der neue Grundstückseigentümer im Grundbuch eingetragen wird, kann sich der Käufer sein Recht durch Eintragung einer sogenannten Vormerkung sichern lassen. Mit der Vormerkung wird nicht schon das Eigentumsrecht des Vormerkungsinhabers gesichert, sondern sein Anspruch auf Übereignung des Grundstücks. Damit sind anderweitige Verfügungen des Noch-Eigentümers über das Grundstück ihm gegenüber unwirksam. Verkauft der Noch-Eigentümer das Grundstück ein zweites Mal, so darf sich der zweite Käufer aufgrund einer eingetragenen Vormerkung nicht mehr auf guten Glauben berufen. Sein jüngerer Kaufvertrag ist gegenüber dem Erstkäufer unwirksam. Für die Eintragung einer Vormerkung bedarf es einer Eintragungsbewilligung des Berechtigten (also des Noch-Eigentümers).

Eine weitere Besonderheit des Grundstücksrechts ist die sogenannte Rangfolge, insbesondere in Hinblick auf die Grundpfandrechte, zu denen die Hypothek, die Grundschuld und die Rentenschuld zählen. Das Grundbuch ist systematisch nach Rechtsarten in verschiedene Abteilungen gegliedert. Innerhalb einer Abteilung werden die Grundstücksrechte in zeitlicher Reihenfolge eingetragen. Es gilt das Prioritätsprinzip wonach das zeitlich frühere Pfandrecht bei der Verwertung in der Zwangsvollstreckung höher steht als später eingetragene Rechte. Je besser also der Rang, umso geringer ist das Risiko des Berechtigten leer auszugehen; je niedriger der Rang, umso höher das Risiko des Rechtsinhabers.

Im weiteren Sinne zählen wegen ihres Grundstücksbezugs auch das Nachbarrecht, das Kleingartenrecht und das Jagdrecht zum Grundstücksrecht.


 
Sie haben ein rechtliches Problem und suchen einen Anwalt in Ihrer Nähe, der Sie bei allen Fragen zum Thema Grundstücksrecht umfassend berät? Bei anwalt.de finden Sie ganz einfach die passenden Anwalt für Ihr Rechtsproblem.

Wählen Sie nachfolgend den gewünschten Ort in Ihrer Nähe aus und erhalten Sie eine Auflistung von Kanzleien, die zum Thema Grundstücksrecht besondere Kenntnisse besitzen. Detaillierte Informationen zu Ihrem ausgewählten Anwalt oder Ihrer gewählten Anwältin finden Sie auf den einzelnen Kanzleiprofilen.

Rechtsanwälte Grundstücksrecht: Die größten Städte

Berlin (167) Hamburg (56) München (78) Köln (41) Frankfurt am Main (39) Düsseldorf (34) Stuttgart (28) Dortmund (15) Essen (15) Bremen (16) Dresden (19) Leipzig (18) Hannover (16) Nürnberg (38) Duisburg (6) Bochum (12) Wuppertal (7) Bielefeld (13) Bonn (14) Mannheim (13)

Rechtsanwälte Grundstücksrecht: Alle Orte im Überblick

X
Y
Aachen (9) Aalen (1) Achim (1)
Aeroskobing (1)   dk Aichach (2) Alessandria (1)   it Alicante (2)   es Alphen am Rhein (1)   nl Altenburg (1) Altötting (1) Amandola (1)   it Amberg (2) Amsterdam (6)   nl Andechs (1) Andratx (1)   es Antalya (4)   tr Antwerpen (1)   be Arhus (1)   dk Arnheim (1)   nl Arnsberg (1) Arrecife (1)   es Aschaffenburg (4) Asuncion (1)   py Athen (4)   gr Aue (1) Augsburg (12)
Cagnes - sur - Mer (1)   fr Cariati (1)   it Carovigno (1)   it
Castrop - Rauxel (1) Catania (1)   it Celle (1) Cham (1) Chemnitz (9) Cottbus (3) Crailsheim (2) Curitiba (1)   br
Dachau (3) Danzig (1)   pl Darmstadt (10)
Deggendorf (3) Delmenhorst (4) Den Haag (1)   nl Dessau - Roßlau (1) Detmold (1) Dieburg (1) Diepholz (1) Dingolfing (1) Dinslaken (1) Doha (1)   qa Dordrecht (1)   nl Dormagen (2) Dorsten (1) Dortmund (15) Dresden (19) Dubai (1)   ae Dublin (1)   ie Duisburg (6) Durmersheim (1) Düren (1) Düsseldorf (34)
Ibiza (1)   es Imst (1)   at Ingelheim am Rhein (2)
Ingolstadt (7) Innsbruck (2)   at Iserlohn (1) Istanbul (3)   tr Itzehoe (2) Izmir (1)   tr
Jena (5) Jerusalem (1)   il Jesteburg (1)
Joao Pessoa (1)   br
Paris (4)   fr Passau (3) Peine (1) Perl (1) Perth (1)   au Pesaro (1)   it Pfaffenhofen an der Ilm (2) Pforzheim (3) Pilsen (1)   cz Pirna (1) Plauen (2) Plüderhausen (1) Pointe - a - Pitre (1)   fr Porto Alegre (1)   br Potsdam (14) Prag (4)   cz Puchheim (1) Puerto Montt (1)   cl
Quickborn (1)
Tel Aviv (1)   il Teltow (1) Thessaloniki (1)   gr Thomm (1) Torgau (1) Toronto (2)   ca Tostedt (1) Traunstein (1) Trebur (1) Trier (2) Troisdorf (4) Tuttlingen (2) Tübingen (5)
Udine (1)   it Uelzen (1) Ulm (4)
Unna (1) Utrecht (1)   nl Überlingen (2)
Zagreb (2)   hr Zirndorf (1) Zoetermeer (1)   nl
Zossen (2) Zwiesel (1) Zürich (3)   ch

Sie sind Anwalt?

 

Thema Grundstücksrecht

ist Bestandteil des Rechtsgebietes
  Grundstücksrecht & Immobilienrecht
 

Rechtstipps von Anwälten zum Thema Grundstücksrecht

Vorfälligkeitsentschädigung vermeiden - 10 % vom Restkredit werden meistens fällig. Geht bitte auch ohne?
Wenn Sie in den vergangenen Jahren vorzeitig aus einem Immobilienkreditvertrag ausgestiegen sind und dabei eine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlt haben, dann können Sie sich das Geld von Ihrer Bank, Sparkasse, Volksbank oder ... mehr
(von Rechtsanwalt Karl-Heinz Steffens (Kanzlei Steffens Bank- und Kapitalmarktrecht) zum Thema Grundstücksrecht)

Wohnungsbaugenossenschaft Saxonia e. G. klagt auf Einlagen - und verliert
Mit Urteil vom 14.11.2014 hat das Amtsgericht Radolfzell eine Klage der Wohnungsbaugenossenschaft Saxonia e. G. gegen einen Anleger abgewiesen. Die Saxonia hatte den Anleger auf Zahlung der Gesellschaftereinlage verklagt. Der von RÖHLKE mehr
(von Kanzlei RÖHLKE RECHTSANWÄLTE zum Thema Grundstücksrecht)

Gesetzentwurf zum Fracking vorgelegt
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit hat am 19. November 2014 den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung wasser- und naturschutzrechtlicher Vorschriften zur Umsetzung und zur Risikominimierung bei den ... mehr
(von Rechtsanwalt Dr. Timo Hohmuth (Grenius Rechtsanwälte PartG mbB) zum Thema Grundstücksrecht)

Anfechtung und Rückabwicklung des Immobilienkaufvertrages
Können Immobilienkaufverträge ohne weiteres rückabgewickelt werden?Soweit der Vertrag über eine gebrauchte Immobilie einmal geschlossen wurde, kann er nicht mehr ohne weiteres rückabgewickelt werden. Vielmehr bedarf es hierfür in der ... mehr
(von Rechtsanwälte Berghoff & Schleypen Partnerschaftsgesellschaft zum Thema Grundstücksrecht)

Anliegerrechte bei Straßensperrung
Die Sperrung einer Zufahrtsstraße berührt den Anliegergebrauch eines Grundstückes. Das Eigentumsgrundrecht (Art. 14 Grundgesetz) gewährleistet das Recht, sein Eigentum im Rahmen der Gesetze zu benutzen. Zur Benutzung eines Grundstücks ... mehr
(von Rechtsanwalt Dr. Bernd Söhnlein zum Thema Grundstücksrecht)