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Info Umgangsrecht

Das Umgangsrecht beinhaltet das Recht einer Person zum persönlichen Umgang mit einem Kind. Das Umgangsrecht wird häufig auch als Besuchsrecht oder Verkehrsrecht bezeichnet. Der wesentliche Zweck des Umgangsrechts ist es, sicherzustellen, dass ein Kind mit allen wichtigen Bezugspersonen Kontakt und Umgang hat. Das Umgangsrecht gehört zur Personensorge, die Bestandteil des elterlichen Sorgerechts ist.
Besondere Bedeutung hat das Umgangsrecht im Hinblick auf die Eltern eines Kindes. Sie haben grundsätzlich auch dann ein Umgangsrecht mit ihrem Kind, wenn der andere Elternteil das alleinige Sorgerecht für das Kind hat. Die Eltern haben nicht nur das Recht auf Umgang mit ihrem Kind sondern auch die Pflicht dazu. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass es für die gesunde soziale Entwicklung eines Kindes erforderlich ist, mit beiden Eltern gleichermaßen eine Beziehung aufzubauen. Ein Umgangsrecht kommt außerdem für andere nahestehende Personen wie Großeltern, Geschwister und andere nahe Verwandte, bisherige Pflegeeltern, Stiefeltern o.ä. in Betracht, wenn der Kontakt und die Bindung zu ihnen dem Wohl und der Entwicklung des Kindes dienen. Davon ist vor allem dann auszugehen, wenn sie bislang bereits tatsächlich Verantwortung für das Kind übernommen haben, z.B. durch engen sozialen, familiären Kontakt oder sogar mit dem Kind in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben
 
Die Eltern oder Sorgeberechtigten des Kindes müssen den Umgang mit den umgangsberechtigten Personen erlauben und auch ermöglichen. Sie müssen auch alles unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zu den Umgangsberechtigten beeinträchtigt oder verhindert. Sie dürfen etwa nicht Termine des Kindes wiederholt und absichtlich so legen, dass faktisch kein Umgang oder Kontakt möglich ist, oder immer wieder durch kurzfristige Absagen vereinbarter Treffen das Wiedersehen verhindern.
 
Der Umgang und Kontakt zum Kind kann in verschiedener Weise erfolgen. Neben dem direkten persönlichen Kontakt mit dem Kind gehören auch Telefonate, Briefe oder inzwischen E-Mails dazu.
 
Bei Uneinigkeit über das Umgangsrecht und seine Ausübung ist das Familiengericht dazu verpflichtet, eine einvernehmliche Einigung der verschiedenen Personen über die Ausübung des Umgangsrechtes zu erzielen. Wenn eine solche Einigung nicht gefunden werden kann, darf das Familiengericht die Einzelheiten zum Umgangsrecht näher regeln. So z.B. in welchem Abstand und für wie lange das Kind Zeit mit seinem leiblichen Vater verbringen soll oder wann und wie oft die Großeltern ihr Enkelkind sehen dürfen. Das Familiengericht kann Anordnungen hierüber erlassen und diese bei Bedarf auch durch Ordnungsmittel durchsetzen. Oberste Priorität hat dabei immer das Wohl des Kindes. Falls es erforderlich ist, kann das Gericht auch zum Wohl des Kindes das Umgangsrecht ganz oder teilweise ausschließen, eventuell auch nur für einen vorübergehenden Zeitraum. Ebenso kann es anordnen, dass das Umgangsrecht nur in Anwesenheit dritter Personen, wie z.B. Vertretern des Jugendamtes o.ä., ausgeübt werden darf.
 
Bei allem Eigeninteresse am Umgangsrecht zum Kind sollten alle Beteiligten bedenken, dass jeder Konflikt, bei dem das Kind im Mittelpunkt steht, das Kind belastet oder ihm sogar schadet. In diesem Sinne sollten alle das Wohl des Kindes im Auge behalten und in erster Linie in dessen Interesse entscheiden.
 
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Thema Umgangsrecht

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