Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse

Ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis liegt vor, wenn das Bruttoarbeitsentgelt regelmäßig im Monat 400,00 Euro nicht übersteigt.

Der Arbeitgeber zahlt eine Pauschalabgabe in Höhe von 25 Prozent. Davon entfallen auf:

  • die Rentenversicherung 12 %
  • die Krankenversicherung 11 %
  • die einheitliche Pauschalsteuer 2 %

Geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer müssen keine Abgaben zahlen. Sie können aber auf ihre Rentenversicherungsfreiheit verzichten und den Pauschalbeitrag des Arbeitgebers zur Rentenversicherung (12 %) freiwillig mit einem eigenen Beitrag (7,5 %) aufstocken. Dadurch erwerben die Beschäftigten volle Leistungsansprüche in der Rentenversicherung.

Mehrere geringfügig entlohnte Beschäftigungen werden zusammengerechnet. Wenn die Arbeitsentgelte aus diesen Beschäftigungen insgesamt 400,00 Euro überschreiten, sind die Beschäftigungen in vollem Umfang sozialversicherungspflichtig. Jeder Arbeitnehmer kann außerdem neben seiner versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung eine beitragsfreie geringfügige Beschäftigung ausüben.

Geringfügig Beschäftigte haben grundsätzlich Anspruch auf:

  • Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • Lohnfortzahlung an Feiertagen
  • anteiligen Jahresurlaub
  • Kündigungsschutz
Praxistipp:

Der Arbeitgeber hat über die Möglichkeit der Aufstockung zu informieren. Der Verzicht auf Aufstockung muss schriftlich gegenüber dem Arbeitgeber erfolgen.

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