Aktuelle Situation

Das Alterseinkünftegesetz sorgt seit 2005 für stärkere Steuerbelastungen auf Renten und erstmals für eine generelle Steuerpflicht bei Kapitallebensversicherungen.
Im Rahmen dieses Gesetzespaketes ist es aber auch zu einfacheren Regeln beim "Riester-Sparen" gekommen.

So müssen die staatlichen Zulagen jetzt nur noch einmal und nicht mehr jedes Jahr aufs Neue beantragt werden. Zudem können Versicherte bei Rentenbeginn nun bis zu 30 Prozent des Kapitals sofort ausbezahlt bekommen, bei Kleinstbeträgen sogar die gesamte Rente auf einen Schlag.

Die "Riester-Rente" gibt es als freiwillige Sparform zwar bereits seit 2002, doch wurde sie lange Zeit von den Kunden kaum beachtet und von Vertretern wenig angeboten. Erst seit 2006 rückt die "Riester-Rente" verstärkt in den Fokus. Im Jahr 2004 wurden 295.000 Policen abgeschlossen, 2005 waren es bereits 1,5 Millionen neue Verträge und 2006 weitere 2,4 Millionen Neupolicen. Ende 2006 gab es rund 8,05 Millionen staatlich geförderte Altersvorsorgeverträge und im ersten Halbjahr 2007 konnten sich die Anbieter über einen Bruttozuwachs von weiteren 1,2 Millionen Verträgen freuen.

Gründe für den Zulauf: Steuervorteile und Zulagen bringen "Riester-Produkten" Renditen, die vergleichbare konservative Anlagen nach Steuern kaum erreichen. Das angesparte Vermögen setzt sich aus Eigenbeiträgen und Zulagen zusammen, die vom Familienstand und der Kinderanzahl abhängig sind. Darüber hinaus können sich die Beiträge auch noch als Sonderausgaben auswirken, das Sparguthaben wird nicht auf das Vermögen für das Arbeitslosengeld II angerechnet. Bis zur Auszahlungsphase sammelt sich das Guthaben inklusive Zinseszinsen steuerfrei an. Mit der 2009 eingeführten Abgeltungsteuer haben "Riester-Produkte" nichts zu tun. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht außerdem vor, dass selbstgenutztes Wohneigentum besser in die geförderte Altersvorsorge integriert werden soll. Die Koalitionsparteien beraten derzeit entsprechende Modelle, konkrete Beschlüsse gibt es allerdings noch nicht.

Zuletzt geändert am 16.09.2007

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