"Riestern" sollten im Prinzip alle Förderberechtigten.
Entscheidend ist aber die richtige Form. Ob eine Rentenversicherung,
einen Fonds- oder einen Banksparplan gwählt wird, bestimmt
Risiken und die spätere Rendite. Die sicherste Anlage mit den
geringsten Ertragsaussichten stellt dabei der Banksparplan dar. Dann
kommt die Versicherung und die besten Aussichten hat das Fondssparen.
Ein Kriterium für die Wahl der Anlageform ist das Alter
bei Vertragsabschluss. Eine Rentenversicherung ist für ältere
Semester teuer und junge Sparer können die Risiken eines Aktienfonds
über die lange Laufzeit beruhigt aussitzen. Daher eignen sich
Fondssparpläne prinzipiell für Bürger unter 50, die auf die Chancen
am Kapitalmarkt setzen möchten.
Den größten Zuspruch haben
derzeit die Rentenversicherungen, obwohl die Fondspolicen langsam
nachziehen. Hierbei zahlt der Versicherte feste Beiträge in eine
Police ein, wie auch bei einer herkömmlichen privaten
Rentenversicherung ohne Förderung in der Sparphase. Die Assekuranz
legt den Sparanteil der Beiträge bei einer
- klassischen
Rentenversicherung überwiegend in Festverzinsliche an.
- fondsgebundenen Versicherung in Aktien-, Renten- und
Geldmarktfonds an.
Bei der klassischen Rentenpolice
garantieren die Anbieter eine Mindestverzinsung des Sparanteils von
2,25 Prozent, sofern der Vertrag nach 2006 abgeschlossen wird.
Zuvor waren es 2,75 Prozent. Hinzu kommt eine
Überschussbeteiligung, deren Höhe vom Anlageerfolg der Versicherer
abhängt. Bei der Fondspolice wird nur der Kapitalerhalt garantiert,
das ist gesetzlich vorgeschrieben. Zu Beginn seines
Wunsch-Rentenalters (mindestens 60. Lebensjahr) erhält der
Versicherte daraus lebenslange Rentenzahlungen. Kritiker wie etwa die
Verbraucherverbände bemängeln oft die hohen Kosten sowie die
Unflexibilität der Anlageform.
Besser sieht es hier bei
Fondspolicen aus, sie gelten als chancenreicher, dafür aber auch
riskanter. Ein Teil des Sparbeitrags geht sofort als Ausgabeaufschlag
weg und steht nicht für den anschließenden Zinseszinseffekt zur
Verfügung. Fondssparpläne setzen in der Ansparphase erst einmal
vorrangig auf die Kurschancen der Aktien. Je näher das Rentenalter
rückt, desto stärker schichten Fonds in schwankungsärmere Renten-
und Geldmarktfonds um.
Bei den risikolosen Banksparplänen,
die übrigens nicht von jedem Kreditinstitut angeboten werden, wird
das Kapital auf zwei Arten verzinst:
- ein variabler
Zinssatz, der an die Umlaufrendite von Bundeswertpapieren gekoppelt
ist
- ein Basiszinssatz, der einem allgemeinen marktkonformen
Referenzzins folgt.
Meist kommt dann noch ein Bonus
hinzu. Auch wenn die Rendite bei Banksparplänen nicht gerade üppig
ist: Sie sind unkompliziert, verständlich und kostengünstig. Durch
die entfallenden Gebühren kann diese Konservative Sparform daher in
der Rendite zu den Konkurrenzprodukten aufholen.
Zuletzt geändert am 16.09.2007
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