Zwar ist laut Bundesgerichtshof (BGH) der Nutzer nicht
verpflichtet, routinemäßige Vorkehrungen gegen Dialer zu treffen
(Urteil des BGH vom 04.03.2004, Aktenzeichen: III ZR 96/03), zur
Vermeidung von Ärger und Rechtsstreitigkeiten gibt es jedoch relativ
sichere Wege, Dialern aus dem Weg zu gehen:
- Nutzung
eines anderen Betriebssystems als Windows
- Surfen per DSL
- Sperre von Mehrwertdienstnummern
Bisher
funktionieren Dialer (fast) ausschließlich auf Basis des
Betriebssystems Windows. Das liegt wohl an der marktbeherrschenden
Position des Microsoft-Systems. Auch wenn schon einzelne Dialer für
Mac OS X gesichtet wurden; wer mit anderen Systemen ins Netz geht, ist
bisher ziemlich sicher.
Bei einer DSL-Verbindung erfolgt
anders als bei ISDN- oder Modem-Verbindung keinerlei Einwahl in das
Telefonnetz. Aufgrund dieses technischen Unterschiedes sind Webdialer
für DSL-Surfer keinerlei Gefahr.
Natürlich kann jeder
Telefonkunde auch die Mehrwertdienstnummern sperren lassen, allerdings
ist ihm dann auch die Nutzung seriöser Mehrwertdienstleister
verwehrt. Durch die geltende Begrenzung der zulässigen
Dialereinwahl auf 0900-9-Nummern verursacht eine alleinige Sperre
dieser Vorwahl jedoch mittlerweile keine weiteren Einschränkungen
mehr. Bei den meisten Netzbetreibern kostet die Sperre allerdings eine
einmalige Gebühr.
Daneben existieren verschiedene Hard-
und Softwarelösungen, die mit unterschiedlichem Erfolg Dialer
erkennen oder ihre Einwahl verhindern.
Zuletzt geändert am 08.01.2006
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