Telearbeit, egal in welcher Form sie praktiziert wird, bietet für
den Arbeitnehmer und das Unternehmen sowohl Vor- als auch Nachteile.
Zu den Vorteilen zählt, dass:
- der Arbeitnehmer
sich weite Anfahrtswege zum Arbeitsplatz spart und zudem die
Möglichkeit hat, seine Arbeitszeit weitgehend individuell zu
gestalten.
Dies ist gerade für Frauen interessant, da sich so
Familie und Beruf besser vereinbaren lassen. - die Unternehmer
straffer kalkulieren können, weil man Arbeitsplätze mit geringer
Auslastung (z. B. bei nur stundenweise benötigten Tätigkeiten)
so effektiver nutzen kann.
- Personal- und Infrastrukturkosten
sich reduzieren lassen.
- qualifizierte Mitarbeiter, die aus
familiären Gründen eine Kündigung erwägen, dem Unternehmen
erhalten bleiben können.
Nicht unerwähnt sollten aber
auch die Nachteile bleiben, die sich durch Telearbeit ergeben.
Solche Mängel sind:
- die Verschmelzung von Privat- und
Berufsleben.
- Die Vereinsamung des Telearbeiters an seinem
Arbeitsplatz, die durch die Trennung von der übrigen Belegschaft
entsteht.
- ein erhöhter Bedarf an Selbstdisziplin, um
anfallende Arbeiten termingerecht erledigen zu können.
- zumeist schlechtere Karrierechancen als bei betriebsinterner
Beschäftigung.
- wegfallende Kontrollmöglichkeiten des
Arbeitgebers gegenüber den Angestellten.
Bei weitem
nicht alle Arbeitsplätze sind zur Telearbeit geeignet. Bei der
Einrichtung von Telearbeitsplätzen sollten Vor- und Nachteile im
konkreten Einzelfall sowohl auf Arbeitgeber- als auch auf
Arbeitnehmerseite umfassend gegeneinander abgewogen werden.
Zuletzt geändert am 30.04.2006
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