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...eigentlich unnötig!?!... von nielsd am 19.10.2010 14:52
Hallo,
eine solche Erklärung sollte eigentlich unnötig sein, da nicht signierte Emails keinerlei juristischen Charakter haben dürften / sollten (abgesehen von einem möglichen Vorwurf des Spams) - auch wenn das diverse Strafverfolger wie Gerichte mangels technischem Verständnis anders sehen wollen.
Eine fremde Mailadresse im Absender zu verwenden, halte ich NICHT für Identitätsmißbrauch. Es steht jedem Teilnehmer am Internet Electronic Mail (Email - gem. RFC 822 u.ff.) frei eine beliebige Absenderadresse zu verwenden.
Statt aufwendige Strafverfolgungen zu initiieren sollte man Nutzer dazu anhalten, lediglich geeignet signierte Mails für glaubhaft zu halten (macht es ein Absender "richtig", wird ihn auch kein Strafverfolger ihn jemals identifizieren können).
Zur Authentifizierung bietet das Internet gleich eine Reihe standardisierter wie zudem freier Lösungen (GPG, PGP, x509, CACERT). Das die leute das bisger nicht nutzen, liegt an ihrer eigenen Faul- oder Blödheit (jedenfalls wenn ihnen Emailverkehr sooo wichtig ist). Wer das nicht will, kann seine Nachricht auch per SSL/TLS gesichert auf nen Webserver stellen und Links dorthin versenden (was manche Mailprogramme sogar als Automatik anbieten).
Möchte man dem "Mißbrauch" der eigenen Mailidentität entgegenwirken, sollte man sich einen ordentlichen Mailprovider suchen der u.a. DKIM wie DNSSEC unterstützt und so jedem Empfänger von mails ermöglicht zu ermitteln, ob die mail von einem "erlaubten" Mailsystem kommt. Zwar bleiben auch dann heute immer noch Mailer bei manchem Empfängern übrig, die "gefläschte" Mailabsender akzeptieren und Nutzer, die das nicht interessiert, jedoch ist das dann Problem der Empfänger (die sich den Anbieter ja ausgewählt haben).
Eine Email hat mehr Informationen im Header ("Adressfeld") als nur Absender, Empfänger, Betreff, Datum usw. - schon ein Stück selbst Schuld, wer keine Lust hat sich diese im Zweifel mal anzuschauen. Insbesondere finden sich dort - bei einem ordentlichen Mailprovider - zumindest eindeutige Warnungen bei möglichem Adressmißbrauch oder uneindeutigem Spamverdacht etc..
Das viele User gar nicht wissen, was Mailheader sind bzw. wie man die zu Gesicht bekommt (die meisten haben die Ansicht ja ausgeschaltet) kann auch nicht Problem Betroffener Dritter sein.
Die fehlende Medienkompetenz der Menschen treibt bis dato seltsame Blüten - bis hinauf in die deutsche Gerichtsbarkeit. Deshalb mag ich diese Erklärung und Reaktion der Kanzlei ein Stück weit nachvollziehen. Allerdings bestärkt sie auch gerade die, die der irrigen Meinung sind ungesicherte Emails seien mit Briefpost vergleichbar - technisch wie juristisch.
just my two cents,
Niels Dettenbach.
cheers,
Niels.
Durchschaubare Spam-Mail von Dr.V.Eckel am 19.10.2010 13:38
Heute erhielt ich eine derartige Mail. Auch wenn man reinen Gewissens ist, nichts Illegales begangen zu haben, ist man gegen einen ersten Schrecken, es könnten lästige Auseinandersetzungen auf einen zukommen, nicht gefeit. Bei konzentriertem Durchlesen aber dieser Mail findet man allerhand Einzel-Behauptungen und Daten, die falsch sein m ü s s e n . Das beruhigt dann wieder -, noch ehe man sich im Internet über diese Machenschaft belesen hat.
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