Schon seit längerem schleppen sich düstere Wolken über das Solarunternehmen in Erlangen hinweg. Kurz vor Weihnachten 2011 stellte dann das Unternehmen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Rechtsanwalt Volker Böhm, Nürnberg, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Anleger sollten ihre Forderungen rechtzeitig geltend machen.
Mit Solar Millennium AG wird es nach Solon AG innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal vielleicht für immer dunkel für ein Unternehmen der ehemals boomenden Solarbranche. Grund für den Schlussstrich waren offenbar leere Kassen, weil ins Auge gefasste Projekte nicht plangemäß abliefen und offensichtlich Investoren nicht im ausreichenden Maße vorhanden waren. Neben den Aktionären, die massive Kurzverluste in ihren Depots erlitten, haben auch die Anleihegläubiger das Nachsehen. Sie sind - so berichtet es Solar Millennium auf ihrer Internetseite - Insolvenzgläubiger und müssen um ihre Einlagen möglicherweise komplett fürchten. Sie können ihre Forderungen im Insolvenzverfahren anmelden, müssen aber damit rechnen, allenfalls einen Bruchteil später erhalten zu können. Nach Meinung von Kapitalmarktexperten sind wohl 8.000-10.000 Anleger der nachfolgend aufgelisteten Anleihen betroffen:
Anleihe 2007 | A0NKTG | Bis 03.05.2012 | € 40,0 Mio. |
Anleihe 2008/09 | A0V8YQ | Bis 07.07.2013 | € 40,0 Mio. |
Anleihe 2010 | A1C94H | Bis 14.07.2015 | € 50,0 Mio. |
Anleihe 2011 | A1H3K2 | Bis 06.03.2016 | € 100,0 Mio. |
(Emissionsvolumen ist möglicherweise nicht vollständig platziert)
Auch Gesellschafter an den Fonds Ibersol und Anasol könnten von den Fernwirkungen des Insolvenzverfahrens berührt werden. Zu Beginn des Jahres 2010 zog nach nur wenigen Wochen Utz Claassen die Reißleine wegen Ungereimten in dem Unternehmen und quittierte den Posten als Vorstandsvorsitzender. Im Sommer 2011 wurden Berichte über möglicherweise unlautere Börsenpraktiken eines Aufsichtsratsmitglieds bekannt. Der Aktienkurs rutschte in der jüngsten Vergangenheit nach unten.
Stellungnahme der Kanzlei Göddecke
Anleger, die ihr Geld in diese Solarinvestments einbrachten, sollten sich sicherheitshalber frühzeitig um ihre eigenen Interessen kümmern. Dazu ist ein Zusammenschluss mit anderen Anlegern unter fachversierter anwaltlicher Begleitung hilfreich. Ansatzpunkte für Schadensersatz prüft die Kanzlei Göddecke für Anleger, die ihr Geld in Aktien platziert haben oder auch in Anleihen. Natürlich gehört ebenso die Anmeldung im Insolvenzverfahren zu den Leistungen der Siegburger Rechtsanwälte.
Quelle: Amtsgericht Fürth (AG Fürth) Beschluss vom 21.12.2011, Az. 503 IN 948/11Aktien der Solar Millennium AG: ISIN DE0007218406
28. Dezember 2011
Rechtsanwalt Hartmut Göddecke
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