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Wachstumsfinanzierung: Welche Finanzierungsart passt zu Ihrem Unternehmen?

Oder wählen Sie einen passenden Anwalt in Ihrer Nähe

Wirtschaftsrecht

Wer wachsen will, braucht Kapital. Wenn Sie Ihr Unternehmen gründen, ausbauen oder sich auf dem Markt behaupten möchten, brauchen Sie Kapital.

Das Wichtigste in Kürze

  • Finanzierung ist das Zurverfügungstellen von Kapital.
  • Eine Wachstumsfinanzierung wird am häufigsten für Unternehmensgründungen, Produktentwicklungen und Expansionen benötigt.
  • Eine Wachstumsfinanzierung kann sich in der Gründungsphase, nach Marktbeitritt und in der Wachstumsphase eines Unternehmens lohnen.
  • Es gibt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten: Venture Capital, Business Angel, öffentliche Förderdarlehen und Bankkredite

So gehen Sie vor

  1. Überlegen Sie sich, zu welchem Zeitpunkt eine Wachstumsfinanzierung für Ihr Unternehmen sinnvoll ist.
  2. Überlegen Sie sich, was Sie durch das Wachstum Ihres Unternehmens erreichen möchten.
  3. Prüfen Sie, welche finanziellen Mittel Ihnen zur Verfügung stehen.
  4. Wählen Sie eine zu Ihren Zielen passende Finanzierungsart.
  5. Lassen Sie sich von einem Anwalt zwecks Darlehensverträgen beraten.

 

Wofür braucht man eine Wachstumsfinanzierung?

Es gibt mehrere Gründe, warum ein Unternehmen eine Wachstumsfinanzierung benötigt. Am häufigsten wird eine Finanzierung benötigt für:

  • Unternehmensgründungen
  • Produktentwicklungen
  • Expansionen

Soll ein Unternehmen gegründet, neue Produkte entwickelt oder ein Unternehmen ausgebaut werden, braucht man Kapital. Da das vorhandene Kapital jedoch oftmals für Neuanschaffungen oder Modernisierungen nicht ausreicht, wird eine Finanzspritze gebraucht. Je nach Vorhaben bieten sich Ihnen hier verschiedene Finanzierungsmaßnahmen. Sie müssen planen, welche Finanzmittel Sie wann und wofür brauchen oder woher Sie diese beziehen können.

Wann ist der richtige Zeitpunkt einer Wachstumsfinanzierung?

In Wachstumsphasen geht es um die schnelle Nutzung von Marktchancen, die Ihrem Unternehmen sowohl Erfolg auf dem Markt bringen als auch dazu da sind, den Erfolg zu sichern. Solche Erfolge können sich in der Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen oder der Entwicklung neuer Produkte widerspiegeln. Um das Projekt Wachstumsfinanzierung nicht zu überstürzen, sollten Sie sich zunächst überlegen, zu welchem Zeitpunkt ein derartiger Schritt für Ihr Unternehmen sinnvoll ist. Hier wird grundsätzlich zwischen drei Phasen unterschieden:

1. Gründungsphase

Sie haben bereits eine konkrete Geschäftsidee oder ein stimmiges Konzept und möchten dieses auf den Markt bringen – erst durch ein sicheres finanzielles Fundament kann aus Ihrer Geschäftsidee auch ein erfolgreiches Unternehmen werden. Um eine Wachstumsfinanzierung zu erhalten und potenzielle Geldgeber zu überzeugen, benötigen Sie eine gute Vorbereitung sowie einen aussagekräftigen Businessplan. Ist die Gründungsvorbereitung abgeschlossen, der Businessplan erstellt und der Organisationsaufbau geplant, beginnen die Schritte der Markteinführung.

Hierfür ist es ratsam, die Hilfe eines Rechtsanwalts in Anspruch zu nehmen, der Sie auf die wichtigsten Punkte während der Gründungsphase vorbereitet. Der Rechtsanwalt kann auf die Wünsche der Gesellschafter eingehen und sie mit den Anforderungen potenzieller Investoren unter einen Hut zu bringen.

2. Wachstumsphase

Ist die Gründungsphase abgeschlossen und das Unternehmen gut auf dem Markt angekommen, entspannt sich meist auch die finanzielle Situation und man erzielt vielleicht schon die ersten monatlichen Überschüsse. Erwirtschaftet das Unternehmen mehr, als es ausgibt, ist man in der Lage das Unternehmen in der sogenannten Wachstumsphase weiter auszubauen. In dieser Phase heißt es, sich auf dem Markt so gut und so schnell wie möglich einen Namen zu machen und sich zu etablieren. Gerade hier soll das Umsatzwachstum zu ersten Gewinnen beitragen und sodann zu einer Vergrößerung und einem Ausbau der Unternehmensstrukturen führen.

Doch der Gewinn allein kann diese Aufgabe häufig zumindest zu Anfang nicht bewerkstelligen, sodass hier ebenfalls eine Wachstumsfinanzierung in Betracht kommt. Da diese Phase relevant ist, um sich einen Namen zu machen, ist eine Beratung durch fachkundige Rechtsanwälte sehr zu empfehlen.

3. Expansionsphase

In der letzten Phase hat sich das Unternehmen meist schon etabliert und benötigt Kapital, um seine Produktpalette zu erweitern oder weitergehende Umstrukturierungen vorzunehmen. Oftmals kommt es auch vor, dass eine hohe Nachfrage das Angebot übersteigt. Hier heißt es dann ebenfalls: Kapital ist nötig, um das Unternehmen wachsen zu lassen.

Da auch in diesem Stadium des Unternehmens viele verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung in Betracht kommen, sollte man sich rechtlich beraten lassen, um das Bestmögliche aus dem Unternehmen herauszuholen. Da ein geschulter Rechtsanwalt bereits etwaige Fehler aus der Gründungsphase sieht, kann er sie in dieser Unternehmensphase vermeiden und mit Ihnen die besten Lösungsstrategien entwickeln.

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Wachstumsfinanzierung

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Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Die wahrscheinlich wichtigsten Fragen zur Wachstumsfinanzierung sind:

  • Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
  • Welche ist die beste Finanzierungsart?

Für die zweite Frage gibt es keine eindeutige Antwort, denn wie so oft gibt es hier nicht den einen besten Weg. Jede der verschiedenen Möglichkeiten der Wachstumsfinanzierung weißt sowohl Vor- als auch Nachteile auf. Hier gilt es dann, diese genau zu analysieren und für sich zu entscheiden, welche der Varianten am besten passen würde.

Die erste Frage hingegen lässt sich klarer beantworten: Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Wachstumsfinanzierung. In der Regel erfolgt eine Wachstumsfinanzierung mit Eigenkapital oder Fremdmitteln. Häufiger jedoch werden Eigenkapital und Fremdmittel kombiniert. Einige der Finanzierungsmöglichkeiten:

Venture Capital …

… auch Risikokapital genannt, stellt, wie der Name schon vermuten lässt, eine Investment-Form dar, die für den Investor ein gewisses Risiko birgt. So kann das eingebrachte Kapital bspw. nicht vermehrt werden oder gänzlich verloren gehen. Venture Capital ist eine Art Entwicklungshilfe für Unternehmensgründer und stellt keinen Kredit dar. Venture Capitalists können junge Unternehmen nicht nur finanziell unterstützen, sondern auch in logistischen Angelegenheiten aushelfen. Ziel eines Venture Capitalist ist natürlich die Vermehrung des eingebrachten Kapitals. Da diese Investment-Form ein hohes Verlustrisiko birgt, wird vor allem in vielversprechende Start-ups oder bereits bestehende Unternehmen investiert.

Business Angels …

… oder Unternehmensengel ist ein Investor, der sich sowohl finanziell an einem Unternehmen beteiligt als auch angehende Unternehmer mit seiner Praxiserfahrung unterstützt. Er ist ein äußerst erfahrener Unternehmer mit spezifischem Branchenwissen und nützlichen Kontakten. Ein Business Angel hält somit Unternehmensanteile und stellt im Ausgleich dazu sein eigenes Netzwerk und Erfahrungen zur Verfügung. Im Gegensatz zur Venture-Capital-Beteiligung unterstützen Business Angel das Unternehmen bereits in der Anfangsphase der Gründung und leisten intensivere Beratung.

Öffentliche Förderprogramme

Egal ob für die Existenzgründung oder für die Entwicklung neuer Produkte – für viele Wachstumsvorhaben von Unternehmen gibt es staatliche Zuschüsse in Form von öffentlichen Förderprogrammen. Diese punkten nicht nur mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen, sondern auch mit langen Laufzeiten und einer spät einsetzenden Tilgungsphase. Beispiele für öffentliche Förderprogramme sind das KfW-StartGeld, der KfW-Unternehmerkredit oder der ERP-Startfonds. Das passende Förderprogramm kann mithilfe der Förderdatenbank des Bundesministeriums gefunden werden..

Darlehen

Ganz klassisch gibt es neben den bereits genannten Finanzierungsformen noch die Möglichkeit ein Darlehen bzw. einen Kredit bei einer beliebigen Bank aufzunehmen. Dies ist wohl die am häufigsten genutzte Finanzierungsart in Deutschland, trotz der relativ hohen Finanzierungskosten.

Von
Nina Struller
anwalt.de-Redaktion