Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Haftung eines Anlageberaters bzw. Anlagevermittlers

aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht
49,00 EUR inkl. MwSt.

In unserer Kanzlei erhalten sowohl Privatpersonen als auch gewerbliche Mandanten seit vielen Jahren eine umfassende, kompetente und individuelle rechtliche Betreuung, insbesondere im Bereich des Bank- und Kapitalmarktrechts.

Einleitung
In den letzten Jahren ist in der Rechtsprechung ein signifikanter Anstieg von Schadensersatzklagen wegen fehlerhafter Anlageberatung beziehungsweise fehlerhafter Anlagevermittlung zu bemerken. Wünschen auch Sie eine Vertretung in einer Haftungsangelegenheit gegen Ihren Anlageberater?

Wer als geschädigter Kapitalanleger eine erfolgreiche Klage auf Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung oder Anlagevermittlung führen möchte, weil er sich über Risiken einer Kapitalanlage falsch aufgeklärt fühlt, muss divergierende Beratungs- beziehungsweise Aufklärungspflichten des Anlageberaters oder des Anlagevermittlers beachten.

I. Abgrenzung von Anlageberatung und Anlagevermittlung
Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 25.11.1981, Az.: IVa ZR 286/80, "[...] zielt der Vertrag, der zwischen dem Anlageinteressenten und einem Anlagevermittler zustande kommt, lediglich auf Auskunftserteilung ab. Er verpflichtet den Vermittler zu richtiger und vollständiger Information über diejenigen tatsächlichen Umstände, die für den Anlageentschluß des Interessenten von besonderer Bedeutung sind.“

Das bedeutet, dass der Anleger zwar Informationen vom Vermittler einholt, das Produkt selbst dann aber eigenständig beurteilt.

Im Gegensatz dazu steht die Person des Anlageberaters. Dieser nimmt gegenüber dem Anleger eine fachmännische Bewertung vor, da der Kunde eben gerade keine ausreichenden wirtschaftlichen Kenntnisse hat und die für die Kapitalanlage relevanten Zusammenhänge nicht kennt. Der Berater spricht dem Anleger also eine Anlageempfehlung aus.

II. Divergierende Beratungsleistungen
In seinem Urteil vom 01.12.2011, Az.: III ZR 56/11, verweist der Bundesgerichtshof (BGH) auf die unterschiedlichen Beratungspflichten zwischen Anlageberater und -vermittler: Beim Anlageberater reichen die Aufklärungspflichten weiter als beim Anlagevermittler.

1. Aufklärungspflicht des Anlagevermittlers
Der Anlagevermittler schuldet dem Interessenten eine richtige und vollständige Information über die tatsächlichen Umstände, die für dessen Anlageentschluss von besonderer Bedeutung sind. Dabei muss er das Anlagekonzept, über das er Auskunft erteilt, zumindest einer Plausibilitätsprüfung, insbesondere über die wirtschaftliche Tragfähigkeit, unterziehen. Wird diese Prüfung unterlassen, kann der Vermittler schon keine sachgerechte Auskunft erbringen.

Wer die Anlagevermittlung anhand eines Prospekts durchführt, hat die Plausibilitätsprüfung darüber hinaus auch auf den Prospekt zu erstrecken und muss dabei unter zumutbarem Aufwand prüfen, ob das Beteiligungsobjekt und die darin enthaltenen Informationen ein in sich schlüssiges Gesamtbild vermitteln (Angaben müssen auf ihre sachliche Vollständigkeit und Richtigkeit hin überprüft werden).

2. Aufklärungspflicht des Anlageberaters
Zu mehr als nur einer (einfachen) Plausibilitätsprüfung ist hingegen ein Anlageberater verpflichtet. Wer eine Anlageberatung in Anspruch nimmt, kann von einem Berater erwarten, dass er seine Beratung auf diejenigen Eigenschaften und Risiken erstreckt, die für den Interessenten eine wesentliche Bedeutung für seinen Erwerb haben oder haben können. Umfang und Art der Pflichten divergieren deshalb nach den Umständen des Einzelfalls.

In jedem Fall gehört dazu das Einholen und Auswerten von aktuellen Informationen über das Beteiligungsobjekt, insbesondere der Wirtschaftspresse, das dann einer kritischen Überprüfung zu unterziehen ist. Auf ein Unterlassen einer solchen Prüfung ist deshalb auch zwingend hinzuweisen.

Beratungsangebot
Noch bevor Sie gegen Ihren Berater beziehungsweise Vermittler vorgehen, werden wir für Sie ein kurzes Rechtsgutachten erstellen, in dem wir die Erfolgschancen einer Durchsetzung Ihres Schadensersatzanspruchs darlegen werden. Dabei erhalten Sie von uns auch einen Fragebogen zu den Umständen des Erwerbs und der Entwicklung der Ihnen angebotenen Kapitalanlage.

Zögern Sie bitte nicht, bei etwaigen Fragen mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne beraten wir Sie bei einem unverbindlichen Termin/Telefonat. Wir freuen uns, Sie kennenzulernen.


Benötigte Informationen/​Dokumente:

• Gesellschafts- und Treuhandsverträge
• Zeichnungsschein
• Beitrittserklärung
• Erwerbsbestätigungen
• Abrechnungen über Ausschüttungen
• Emissionsprospekt
• Korrespondenz mit dem Kapitalanlageberater
• Korrespondenz mit der Fondsgesellschaft


Ablauf und Dauer:

Sobald Sie unser Angebot angenommen haben und uns die oben genannten Unterlagen per E-Mail oder per Post zugesendet haben, erhalten Sie einen Fragebogen zu den Umständen des Erwerbs und der Entwicklung der Ihnen angebotenen Kapitalanlage.

Danach setzen wir uns umgehend mit Ihnen in Verbindung und werden innerhalb von 10 Werktagen ein kurzes Rechtsgutachten erstellen. Noch offene Fragen werden dann mit Ihnen persönlich erörtert.


Zahlungsmodalitäten:

Der oben genannte Festpreis ist mit dem Zustandekommen eines Rechtsanwaltsvertrags mit uns zur Zahlung fällig und ist per Überweisung zu zahlen. Wir werden Ihnen eine Kostenrechnung, die unsere Bankverbindung beinhalten wird, erteilen.

Bei einer weitergehenden Mandatserteilung erfolgt die Verrechnung des genannten Preises mit den Kosten, die für die Bearbeitung des erteilten Mandats entstehen werden.