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5 Google-Bewertungen bei Nichtlöschung – kostenlos!

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Viele Unternehmen, Dienstleister und Selbstständige haben mit negativen Bewertungen zu kämpfen. Negative Bewertungen wirken sich image-und umsatzschädigend aus.

Gut zu wissen ist dabei, dass nicht jede Form der Bewertung rechtlich zulässig ist. Im Einzelfall kann es zu Rechtsverletzungen kommen, gegen die sich die betroffenen Unternehmen und Geschäftsinhaber zur Wehr setzen können. Erlaubt ist dabei der Einsatz rechtlicher Mittel.

Dringend abgeraten werden muss von dem Kauf von Bewertungen. Der Einsatz gekaufter Bewertungen ist wettbewerbswidrig und führt die Verbraucher in die Irre.

Wer also gezielt Bewertungen kauft, um sein eigenes Profil zu beschönigen, kann abgemahnt werden. Ebenso die Anbieter (meist selbsternannte „Marketingagenturen“), die diese unlautere Geschäftspraktik zum Kauf anbieten.

Spiegel TV hatte hierüber kürzlich berichtet (siehe News gulden röttger).

Jede seriöse Marketingagentur kann gegen solche Anbieter aus wettbewerbsrechtlichen Gründen vorgehen. Die Streitwerte dürften immens sein, da die Rechtsprechung mittlerweile von einem Gegenstandswert in Höhe von durchschnittlich 10.000 € pro Bewertungsfall ausgeht. Bietet also eine solche „Agentur“ beispielsweise 5 Google-Bewertungen zum Kauf, so wäre ein Gegenstandswert oder Streitwert in Höhe von 50.000 € anzusetzen. Hieraus resultieren allein Anwaltsgebühren in Höhe von 1.531,90 € netto.

Zu prüfen wären hinzukommend Schadensersatzforderungen gegen die Anbieter, sollte ein nachweislicher Schaden entstanden sein. Zu denken wäre hier auch an den Ersatz aufgrund des erlittenen Imageschadens für die Unternehmen, die auf das illegale Angebot des Bewertungskaufs hereinfallen.

Sofern die Anbieter (Bewertungsverkäufer) die Unwissenheit der Käufer ausnutzen, kann auch von einem gewerbsmäßigen Betrug ausgegangen werden. Dies bedeutet für die geschädigten Opfer, dass sie Strafantrag bei der nächsten Polizeidienststelle oder besser noch bei der zuständigen Staatsanwaltschaft gegen die Inhaber solcher Agenturen stellen können (Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren in der Regel).

Geschenkte Bewertungen

In juristischer Hinsicht macht es zudem nahezu keinen Unterschied, ob gekaufte oder geschenkte Bewertungen zum Einsatz kommen. Wer geschenkte Bewertungen oder gekaufte Bewertungen einsetzt, verstößt gegen geltendes Wettbewerbsrecht. Wer dies wissentlich macht, kann sich zudem strafbar machen.

Unternehmen sind daher gut beraten, wenn sie Angebote von solchen Agenturen, die im Falle einer Nichtlöschung Google-Bewertungen verschenken wollen, ignorieren.


Rechtstipp vom 31.08.2018

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