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12 Wochen Sperrzeit beim Bezug von ALG I: Rechtsweg bis zum Landessozialgericht beschreiten!

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Insbesondere dann, wenn man keine Anschlussbeschäftigung in Aussicht hat, lohnt es sich regelmäßig, gegen Bescheide der Arbeitsagentur, mit denen wegen "versicherungswidrigem Verhalten" gem § 144 Abs. 1 SGB III eine Sperrzeit von 12 Wochen für den Bezug von ALG I verhängt wird, Widerspruch einzulegen und den Rechtsweg bis zum Landessozialgericht zu beschreiten.

Vor den Landessozialgerichten kommt es nämlich häufig auch in ansonsten klaren Fällen zu Vergleichen, in denen die Sperrzeit auf sechs Wochen verkürzt wird.

Vorteile: 1. Nachzahlung von ALG I für 6 Wochen am Beginn der Arbeitslosigkeit und 2. (häufig völlig übersehen) Wegfall der Verkürzung der Anspruchsdauer für den Bezug von ALG I von 1/4 am Ende des Bezuges! Bei einem älteren Arbeitnehmer ohne Anschlussbeschäftigung bedeutet das 6 Monate längeren ALG I - Bezug! Die Verkürzung der Anspruchsdauer tritt nämlich nur bei Sperrzeiten von 12 Monaten ein.


Rechtstipp vom 02.12.2010
aus der Themenwelt Arbeitslosigkeit und den Rechtsgebieten Arbeitsrecht, Sozialrecht

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