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Ab 2018 mehr Schutz für Anleger

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Ab 2018 müssen Banken alle Beratungsgespräche mit den Kunden dokumentieren

Die Banken sind verpflichtet, über die die neuen Regeln (europäische Wertpapierrichtlinie Mifid 2) aufzuklären. Mit der Mifid 2 werden die Verbraucherrechte europaweit deutlich gestärkt.

Was bedeutet das konkret für den Verbraucher?

Banken müssen ab 2018 jedes Kundengespräch, wenn es sich bei der Unterhaltung am Telefon um ein Wertpapiergeschäft handelt, aufzeichnen. Der Kunde hat einen Anspruch auf Herausgabe der Aufnahme. Findet das Beratungsgespräch in einer Bankfiliale statt, muss eine Gesprächsnotiz angefertigt werden.

Weiterhin muss die Bank eine Geeignetheitserklärung abgeben. Hierin soll der Bankberater begründen, warum das verkaufte Produkt für den Kunden geeignet ist.

Das Gesetz nimmt auch die Hersteller der Finanzprodukte und die Emittenten, in die Verantwortung.

Ab 2018 müssen Banken auch die Kosten für Wertpapiere offenlegen

Kunden erfahren ab 2018 genau, wie viel Geld etwa beim Kauf eines Fondsanteils für Provisionen, den Ausgabeaufschlag und Depotgebühren verlangt wird. Der Verkäufer ist verpflichtet, genau auszurechnen, welcher Betrag beispielsweise bei einer Anlagesumme von 10.000 EUR fällig wird. Unter bestimmten Bedingungen können Banken weiterhin Provisionen einnehmen. Die Gelder müssen jedoch in die Qualitätsverbesserung der Kundenberatung investiert werden.

Damit bleibt weiterhin der Interessenkonflikt. Die Kunden wissen nicht, ob der Berater ein Produkt wegen der Qualität oder der hohen Provision anbiete.


Rechtstipp vom 24.10.2017
aus der Themenwelt Rechte betrogener Käufer und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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