Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Abgasskandal: Dieselfahrer müssen Ansprüche vor Eintritt der Verjährung geltend machen

(1)

Seit September 2015 ist bekannt, dass VW Abgaswerte bei weltweit rund elf Millionen Fahrzeugen manipuliert hat. Anders als in den USA werden den deutschen Dieselkäufern von Volkswagen keine Entschädigungen angeboten. Nur ein Software-Update soll ausgespielt werden. Doch auch mit diesem Update können den betroffenen Dieselfahrzeugen immer noch Fahrverbote drohen, vom Wertverlust der Autos ganz zu schweigen.

„Wollen Dieselkäufer hierzulande ihre Ansprüche gegen VW durchsetzen, bleibt ihnen nur die Klage. Die Chancen auf Schadensersatz oder Rückabwicklung des Kaufvertrags stehen dabei gut. Denn immer mehr Gerichte entscheiden zugunsten der Verbraucher“, sagt Rechtsanwalt Simon Kanz von der Kanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden.

Der Haken an der Sache: Die Forderungen verjähren am 31. Dezember 2018. Wer also noch Schadensersatzansprüche geltend machen möchte, sollte handeln. Die Kanzlei Cäsar-Preller vertritt bereits zahlreiche durch den Dieselskandal geschädigte Autokäufer. Die Erfahrung zeigt, dass VW offenbar auf Zeit spielt und Entscheidungen eines Oberlandesgerichts wohl unbedingt vermeiden will. „Selbst wenn das Landgericht zugunsten von VW entscheidet, lohnt es sich, in die Berufung zu gehen. Schon vor zahlreichen OLG-Verfahren ist es noch zu einer Einigung gekommen, von der die Käufer in der Regel profitieren. VW möchte offenbar nicht riskieren, dass ein OLG verbraucherfreundlich entscheidet und dieses Urteil Signalwirkung entfalten könnte“, so Rechtsanwalt Kanz.

Meldungen über unzulässige Abschalteinrichtungen gibt es auch immer wieder bei anderen Autobauern wie Mercedes oder BMW. Vorwürfe gezielter Manipulationen werden von den Herstellern jedoch vehement zurückgewiesen. Dennoch ist klar, dass auch Dieselfahrzeugen dieser Marken ein Fahrverbot drohen kann und auch diese Autos enorm an Wert verlieren. Rechtsanwalt Kanz hält Schadensersatzklagen auch in diesen Fällen für möglich. Alternativ dazu könne aber auch in jedem Fall der Widerruf der Autofinanzierung geprüft werden.

Hat die finanzierende Bank eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung verwendet, ist der Widerruf möglich. Da zwischen Kreditvertrag und Kaufvertrag bei Autofinanzierungen häufig ein sog. verbundenes Geschäft vorliegt, werden durch einen erfolgreichen Widerruf beide Verträge rückabgewickelt.

Mehr Informationen: http://www.vwklage.com/.

Kanzleiprofil:

Seit nunmehr 20 Jahren betreuen wir unsere Mandanten bundesweit in fast allen Rechtsgebieten, wobei wir großen Wert auf den persönlichen Kontakt legen. Nur durch den intensiven Austausch mit dem Mandanten, kann ein ergebnisorientiertes Arbeiten stattfinden. Dies ermöglicht die Größe der Kanzlei, die einen umfassenden Service bei gleichzeitiger individueller Betreuung sicherstellt.

Und zwar nicht nur in Wiesbaden, sondern darüber hinaus auch in unseren Sprechstundenorten: Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, München, Bad Harzburg, Puerto de la Cruz (Teneriffa) und Lugano (Schweiz).

Rechtsanwalt Simon Kanz

Kanzlei Cäsar-Preller


Rechtstipp vom 28.03.2018

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Simon-Martin Kanz (Rechtsanwaltskanzlei Cäsar-Preller)

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Informationen über aktuelle Gesetzesänderungen, neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter

Ihre E-Mail-Adresse wird nur für den anwalt.de-Newsletter verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können den anwalt.de-Newsletter jederzeit wieder abbestellen.