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Ablauf des Ermittlungsverfahrens

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Ein Ermittlungsverfahren beginnt zumeist mit einer Strafanzeige oder den Ermittlungen gegen einen Tatverdächtigen durch die Polizei. Im Ermittlungsverfahren wird dann der Sachverhalt, der Grundlage der Strafbarkeit ist, ermittelt sowie Beweise gesammelt und Zeugen oder andere Tatbeteiligte vernommen. Dem Beschuldigten wird angeboten Angaben zu dem Tatvorwurf zu machen. Wie immer gilt: Schweigen Sie und machen Sie keine Angaben ohne zuvor Rücksprache mit einem Strafverteidiger gehalten zu haben!

Nach Abschluss der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft drei Möglichkeiten:

1. Einstellung des Verfahrens

Wenn die Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis kommt, dass keine oder nicht genügend Anhaltspunkte vorliegen, dass Sie Täter oder Teilnehmer einer Straftat sind, wird sie das Verfahren gemäß § 170 StPO einstellen.

Wenn die Staatsanwaltschaft zur Überzeugung gelangt, dass man Ihnen die Tat nachweisen kann, aber von einer geringen Schuld ausgeht, kann sie das Verfahren gemäß § 153 Abs. 1 StPO einstellen. Das Ermittlungsverfahren ist in diesem Fall beendet.

Denkbar ist auch, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Sie gemäß § 153 a StPO gegen Zahlung einer Geldauflage oder einer anderen Auflage wie beispielsweise der Durchführung eines Täter-Opfer-Ausgleichs vorläufig einstellt. Wenn Sie die Auflage erfüllt haben, wird das Ermittlungsverfahren gegen Sie endgültig eingestellt.

2. Strafbefehl

Die zweite Möglichkeit ist, dass die Staatsanwaltschaft den Erlass eines Strafbefehls beantragt. Dies geschieht zum Zwecke der Verfahrensbeschleunigung zumeist in Fällen der leichten Kriminalität.

3. Anklage

Dritte und letzte Möglichkeit ist, dass die Staatsanwaltschaft beim zuständigen Gericht Anklage gegen Sie erhebt. Das Gericht wird dann prüfen, ob es das Strafverfahren gegen Sie eröffnet. Im sogenannten Zwischenverfahren bietet sich eine ganz wichtige Möglichkeit für effektive Verteidigung. Ein Strafverteidiger kann für Sie beispielsweise erreichen, dass die Anklage gegen Sie nicht oder zumindest nicht in vollem Umfang eröffnet wird. Zudem besteht die Möglichkeit für einen Strafverteidiger Beweisanträge zu stellen und so gezielt auf das weitere Verfahren einzuwirken. Auch in diesem Stadium des Verfahrens kann in manchen Fällen noch eine Einstellung des Verfahrens erreicht werden.

Lassen Sie sich in jedem Fall von einem Anwalt für Strafrecht beraten. Dieser wird mit Ihnen schon im Ermittlungsverfahren eine Verteidigungsstrategie ausarbeiten und alle Möglichkeiten der Strafprozessordnung ausschöpfen. Selbstverständlich übernehme ich gerne bundesweit Ihre Verteidigung.

Ihre

Kristin Raddi

Fachanwältin für Strafrecht

Schumacher & Partner PartG mbB



Rechtstipp vom 31.01.2013
Aktualisiert am 20.06.2017
aus der Themenwelt Strafverfahren und dem Rechtsgebiet Strafrecht

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