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Abmahnung der Anwaltskanzlei .rka für die Koch Media GmbH wegen "Total War: Rome II"

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Die bekannte Anwaltskanzlei .rka Rechtsanwälte versendet im Auftrag der Koch Media GmbH an Anschlussinhaber für das Hochladen und somit Bereitstellen urheberrechtlich geschützter PC-Spiele über Tausch- oder Webportale wie z. B. BitTorrent oder eMule.

Vorliegend geht es um das Computerspiel „Total War: Rome II”. Es ist der achte Teil der Computer-Strategiespielserie Total War des britischen Entwicklerstudios Creative Assembly.

Die Koch Media begehrt:

1) eine Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung (eine vorgefertigte liegt dem Schreiben bei)

2) die Begleichung eines Vergleichsbetrages von 800,00 €, welcher sich aus Schadensersatz und Anwaltskosten zusammensetzt.

Es ist sinnvoll, sich gegen die geltend gemachten Ansprüche zur Wehr zu setzen. Auch ist die Rechtsprechung nicht so einseitig, wie die Abmahner es gerne hätten.

Aktuell hat beispielsweise das Amtsgericht Düsseldorf eine Klage wegen einer angeblichen Urheberrechtsverletzung mit Urteil vom 30.07.2015 (Az. 57 C 9677/14) abgewiesen. Das Gericht sah den Vorwurf des Filesharings über den Anschluss des Beklagten nicht als hinreichend erwiesen an.

Das Gericht teilte in seiner Urteilsbegründung mit, dass die bloße einmalige Feststellung der IP-Adresse noch nicht die tatsächliche Vermutung rechtfertigt, dass auch wirklich der zutreffende Anschlussinhaber ermittelt worden sei. Es gelte vorliegend nicht die tatsächliche Vermutung, dass die Ermittlung des Anschlusses zuverlässig und fehlerfrei erfolgt ist. Eine Ermittlungspanne sei nicht auszuschließen.

Soweit es sich um mehrfache Ermittlung des jeweiligen Internetanschlusses handele, sei dies möglicherweise etwas anderes. Dieser Fall ist vorliegend jedoch nicht gegeben.

Folgende Fragen sind für Abgemahnten wichtig:

1) Ist in meinem konkreten Fall überhaupt eine Unterlassungserklärung abzugeben?

2) Ist in meinem konkreten Fall der geforderte Betrag zu bezahlen, und wenn ja, in welcher Höhe?

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten.

Dieser Tatsache werden/können eben solche Vorlagen in keiner Weise gerecht werden, insbesondere auch dann wenn nicht nur eine Person den gegenständlichen Internetanschluss nutzt (Untermieter, Kinder, Besucher, Verwandte usw.).

Beachten Sie:

  • Ruhig bleiben!
  • Nicht die Fristen verstreichen lassen.
  • Nicht selbst in Kontakt mit der Kanzlei .rka treten.
  • Keine Unterlassungserklärung (insbesondere keine Standardvorlagen aus dem Internet) unterzeichnen.
  • Keine Zahlungen leisten.

Lassen Sie die geltend gemachten Ansprüche prüfen:

Übermitteln Sie das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. 

Wir besprechen hier die genauen Umstände ihres konkreten Einzelfalls, und bauen dementsprechend eine auf Sie passende Verteidigungsstrategie auf.

Mehr Informationen zu Abmahnungen finden Sie im Internet auf unserer Homepage www.abmahnungsberater.de

Ihr Rechtsanwalt Tawil


Rechtstipp vom 28.09.2015
aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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