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Abmahnung durch Waldorf Frommer wegen Filesharings von „A Star Is Born“ – so reagieren Sie richtig

Rechtstipp vom 02.05.2019
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Aktuell haben wir uns einer Abmahnung der Kanzlei Waldorf Frommer im Auftrag der Warner Bros. Entertainment GmbH angenommen. Unserem Mandanten wird das unerlaubte Anbieten, Übertragen und Zugänglichmachen des Films „A Star Is Born“ auf einer Internettauschbörse vorgeworfen.

Bei dem Film geht es um den Rockstar Jackson Maine, der die talentierte Sängerin Ally entdeckt und sich in sie verliebt. Ally hätte ihren großen Traum von einer Musikkarriere fast aufgegeben, doch Jackson fördert sie und nimmt sie schließlich sogar mit auf seine Tournee. Ally wächst zum Popstar heran, wodurch die persönliche Beziehung der beiden zu leiden beginnt. Auch Jacksons Alkoholsucht stellt die Liebe der beiden auf die Probe.

Aufgrund eines vorangegangenen Gerichtsbeschlusses konnte Waldorf Frommer einen Auskunftsanspruch gem. § 101 Abs. 9 UrhG geltend machen und so von dem Internetprovider unseres Mandanten dessen Kontaktdaten erhalten. Daraufhin fordert die Abmahnkanzlei mit Abmahnschreiben die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung die Zahlung in Höhe von 915,00 EUR.

In solch einer Situation empfehlen wir Ihnen, keine persönliche Stellungnahme gegenüber der Abmahnkanzlei abzugeben, sondern einen fachkundigen Rechtsanwalt aufzusuchen und sich vor etwaigen Unterlassungserklärungen anwaltlichen beraten zu lassen. Auch eine Zahlung sollten Sie in dem Moment keinesfalls übereilt tätigen.

Eine rechtliche Einordnung solcher Filesharing-Verfahren kann nicht pauschalisiert abgehandelt werden, sondern hängt von diversen Faktoren ab. Die erste Vermutung fällt auf den Anschlussinhaber. Doch dieser kann bereits dann als Täter ausgeschlossen werden, wenn die IP-Adresse fehlerhaft ermittelt worden ist. Selbst bei einer fehlerfreien Ermittlung ist nicht zwangsläufig davon auszugehen, dass der Anschlussinhaber selbst der Täter war. Dann kommt es vielmehr auf die sekundäre Darlegungslast an, sodass ggf. die Haftung des Anschlussinhabers ausgeschlossen werden kann.

Es muss sodann die ernsthafte Möglichkeit eines alternativen Geschehensablaufs darlegt werden, sodass auch andere Personen als Täter in Frage kommen. Entscheidend ist letztlich, dass der Abgemahnte die ihn treffende Vermutung widerlegt. Allerdings variiert diese Darlegungs- und Beweislast von Gericht zu Gericht, was es für einen Laien umso schwieriger macht. Demzufolge ist eine professionelle Beratung von einem fachkundigen Rechtsanwalt unerlässlich. 

Befinden Sie sich in einer ähnlichen Situation? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit unserer Kanzlei auf und profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung in diversen Filesharing-Verfahren. Die telefonische Erstberatung ist dabei kostenlos.

Wie sollten Sie mit einer solchen Abmahnung umgehen? Beachten Sie zunächst diese Tipps:

Zunächst sollten Sie die in der Abmahnung festgesetzten Fristen keinesfalls ignorieren, da eine Nichtreaktion ein kostenintensives Verfahren zur Folge haben kann.

Auch eine Unterzeichnung der mit der Abmahnung übermittelten vorgefertigten Unterlassungserklärung hätte die negative Folge, dass solche Erklärungen meist ein Anerkenntnis in Hinblick auf die Schadensersatz- und Aufwendungsersatzansprüche darstellen.

Mithin sollten Sie keinesfalls ohne anwaltliche Beratung solch eine Unterlassungserklärung abgeben.

Konkret also sollten Sie bei Erhalt einer Abmahnung:

  • Ruhe bewahren und besonnen handeln.
  • Auf keinen Fall direkten Kontakt zu der Abmahnkanzlei aufnehmen, um die Sache eigenhändig zu regeln. Eine einmal getätigte Aussage lässt sich nicht mehr zurücknehmen.
  • Sich von einem fachkundigen Rechtsanwalt beraten lassen. Dieser klärt Sie über die Einzelheiten des konkreten Falls auf.
  • Die Abmahnung und die erhobenen Ansprüche keinesfalls ignorieren, da dies ein kostenintensives Gerichtsverfahren zur Folge haben könnte. Tätigen Sie jedoch keine voreiligen Zahlungen.

Wenn auch Sie sich in einer solchen Abmahnsituation befinden, dann zögern Sie nicht und kontaktieren Sie gerne unsere Kanzlei. Wir sind auf das Urheberrecht spezialisiert und haben jahrelange Erfahrung mit Abmahnungen zu Filesharing-Vorwürfen. Gerne beraten wir Sie zu Ihrem konkreten Einzelfall. Die telefonische Erstberatung ist bei uns kostenlos. Im Rahmen dieser Beratung erhalten Sie eine erste Einschätzung zu Ihrem Sachverhalt und bekommen mögliche Vorgehensweisen aufgezeigt. Zudem legen wir Ihnen transparent die Kosten für unsere weitere Beauftragung dar. Ob Sie diese anschließend wahrnehmen möchten, liegt ganz bei Ihnen. Unser Ziel in der Vertretung Ihrer Rechte ist nicht die bloße Aushandlung eines Vergleichs mit der Gegenseite, sondern die Vermeidung jeglicher Zahlungen an diese.

Folgende Vorteile bieten wir Ihnen:

  • Angebot der kostenlosen telefonischen Erstberatung.
  • Vertretung zum transparenten Pauschalbetrag, keine versteckten Kosten.
  • Im gesamten Bundesgebiet tätig.
  • Profitieren Sie von unserer weitreichenden Erfahrung aus unzähligen Abmahnfällen.
  • Schnelle und kompetente Kommunikation per Telefon.
  • Ein Termin in unserer Kanzlei ist nicht notwendig.

Für weitere Informationen zum Thema Filesharing besuchen Sie gerne unsere Website.

Kontaktieren Sie uns und nutzen Sie unsere weitreichende Erfahrung insbesondere im Umgang mit Abmahnfällen.

Ihre Kanzlei Brehm


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Gewerblicher Rechtsschutz, Urheberrecht & Medienrecht

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