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Abmahnung Fareds RAe im Auftrag der Automata Productions wegen des Films „Automata“

Rechtstipp vom 20.06.2015
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Die Hamburger Kanzlei Fareds versendet im Auftrag der Automata Productions, Inc. Abmahnungen an Internetanschlussinhaber für das illegale Hochladen und Bereitstellen von urheberrechtlich geschützten Werken über Tauschportale wie z. B. BitTorrent oder eMule.

Vorliegend geht es sich um das Werk „Automata“, einen Sci-Fi-Thriller aus dem Jahre 2014.

Fareds verlangt:

1) Die Abgabe einer Unterlassungserklärung

2) Die Zahlung eines pauschalisierten Vergleichsbetrages von 980,00 €

Auf dem ersten Blick scheint die Rechtslage eindeutig gegen den Empfänger des Schreibens zu sprechen. Dem ist jedoch nicht so.

Beispielsweise hat der Bundesgerichtshof in der sog. BearShare-Entscheidung bestätigt, dass der Anschlussinhaber nicht für das Filesharing volljähriger Familienmitglieder haften muss (BGH I ZR 169/12 – BearShare).

Soweit die Familienmitglieder noch nicht volljährig sind, kommt eine Haftung nur in Frage, wenn der Anschlussinhaber selbige nicht darüber belehrt hat, dass das Filesharing über seinen Anschluss zu unterbleiben habe. Den Beweis hierzu muss der Rechteinhaber erbringen. (BGH, I ZR 74/12 – Morpheus).

Es ist auch wichtig, sich klar zu machen, dass auch bei nachweislich unterbliebener Belehrung nur eine Haftung des Anschlussinhabers im Raum steht, wenn die unterbliebene Belehrung auch in „direktem Zusammenhang“ mit der Rechtsverletzung gestanden hat.

Im Fokus stehen folgende Fragen:

1) Ist in meinem konkreten Fall überhaupt eine Unterlassungserklärung abzugeben?

2) Ist in meinem konkreten Fall die geforderte Zahlung zu leisten, und wenn ja, in welcher Höhe?

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten. Dieser Tatsache werden/können eben solche Vorlagen in keiner Weise gerecht werden.

Beachten Sie:

  • Bleiben sie ruhig!
  • Nicht die kurzen Fristen verstreichen lassen.
  • Nicht selbst in Kontakt mit der Kanzlei Fareds treten.
  • Keine Unterlassungserklärung (insbesondere keine Standardvorlagen aus dem Internet) unterzeichnen.
  • Keine Zahlungen leisten.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen:

Übermitteln Sie die vollständigen Unterlagen zusammen mit Ihrer Telefonnummer.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. Hier wird eruiert, wie das für sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Mehr Informationen zu Abmahnungen im Internet unter www.abmahnungsberater.de.

Rechtsanwalt Sascha Tawil 


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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