Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen
Teilen

E-Mail

Facebook

Twitter

LinkedIn

Xing

Link

Abmahnung RAe Waldorf Frommer für die Studiocanal GmbH wegen dem Film "Non Stop"

(1)

Im Auftrag der Studiocanal GmbH mahnt das Münchener Rechtsanwaltsbüro Waldorf Frommer Internetanschlussinhaber aufgrund der Teilnahme an Filesharingportalen ab.

Zurzeit handelt es sich unter anderem um das Werk des Regisseurs Jaume Collet-Serra „Non Stop“.

Dieser Film soll angeblich weltweit anderen Nutzern zum illegalen Download zur Verfügung gestellt worden sein.

Waldorf Frommer verlangt:

  1. a) die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung binnen einer knapp bemessenen Frist
  2. b) die Zahlung eines pauschalen "Vergleichsbetrages" vom 815,00 € (bestehend aus 600,00 € Schadenersatz und weiterer 215,00 € als Erstattung entstandener Anwaltskosten)

Meist ist die dargelegte Rechtslage nicht so klar auf Seiten des Rechteinhabers, wie in der Abmahnung dargestellt wird.

Es ist lohnenswert, sich gegen eine solche Abmahnung zur Wehr zu setzen.

Zum Beispiel hat kürzlich das Amtsgericht Köln darauf hingewiesen, dass man nicht mehr ohne weiteres von der Richtigkeit der Ermittlung der durch den Rechteinhaber vorgelegten IP-Adressen ausgehen kann. Zwar reiche eine bloße Glaubhaftmachung im Auskunftsverfahren aus, jedoch müsse die tatsächliche Richtigkeit der Ermittlung z.B. durch Sachverständigengutachten oder Mehrfachermittlung im Hauptverfahren nachgewiesen werden (AG Köln, Az. 125 C 410/14).

Es gilt:

Den o. g. Schadenersatz muss nur der wirkliche Täter leisten (also z. B. derjenige, der auch wirklich beispielsweise den Film hochgeladen hat).

Der sog. Störer (also z. B. der Anschlussinhaber) würde "nur" wegen des geltend gemachten Aufwendungsersatzes (Anwaltskosten) in Anspruch genommen werden können.

Es hat sich gezeigt, dass man bei richtiger Behandlung der Abmahnung den verlangten Betrag entweder reduzieren oder ggf. sogar die Zahlung gänzlich abwenden kann.

Beachten Sie:

   die Frist nicht ungenutzt verstreichen zu lassen,

   keinen Kontakt zur Kanzlei Waldorf Frommer aufzunehmen,

   die der Abmahnung beigefügte Unterlassungserklärung nicht zu unterschreiben,

   keine Zahlungen ohne vorherige Absprache vorzunehmen und

   sich vor Ablauf der Frist anwaltlichen Rat einzuholen.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen, übermitteln Sie dazu das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. Hier wird eruiert, wie das für Sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.