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Abmahnung RAe Waldorf Frommer für die Tele München GmbH+Co Produktionsgesellschaft wegen "Nightcrawler"

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Die Münchener Kanzlei Waldorf Frommer versendet im Auftrag der Tele München GmbH + Co Produktionsgesellschaft Abmahnungen an Internetnutzer für das Filesharing von urheberrechtlich geschützten Werken über Portale, wie z.B. bittorent oder emule.

Es geht um das Werk „Night Crawler”, einem US-amerikanischer Krimi-Thriller aus dem Jahr 2014 von Regisseur Dan Gilroy aus dem Jahr 2014.

Waldorf Frommer verlangt von den Abgemahnten:

1) Die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung (meist ist ein Vordruck beigefügt).

2) Die Zahlung eines pauschalisierten „Vergleichsbetrages” in Höhe von 815,00 €.

Die dargestellte Auffassung des Abmahners ist meist nicht so eindeutig, wie es gerne von den Anwälten behauptet und beschrieben wird.

Beispielsweise wies das Amtsgericht München mit Urteil vom 31.10.2014 die Klage eines Rechteinhabers, welche durch die og. Kanzlei Waldorf Frommer vertreten wurde ab, da die Beklagte sich (als Anschlussinhaberin) mit dem Vortrag  zu einem der behaupteten Tatzeitpunkte nicht zuhause gewesen sei und der Anschluss außerdem auch noch von weiteren Familienmitgliedern genutzt, welche zu den Zeiten auch zuhause waren, entlasten konnte.

Das Gericht wies darauf hin, dass die Beklagte hiermit den Anforderungen der sekundären Darlegungslast gerecht wird (Az.: 264 C 23409/13)

Man erkennt an diesem Beispiel, dass es lohnenswert ist, prüfen zu lassen, ob dem Rechteinhaber überhaupt die geltend gemachten Ansprüche zustehen, d.h.:

1) Ist überhaupt eine Unterlassungserklärung in meinem konkreten Fall abzugeben?

2) Ist in meinem Fall die geforderte Zahlung zu leisten?

Es ist daher zu empfehlen:

  • Ruhig zu bleiben!
  • nicht die gesetzten Fristen verstreichen zu lassen,
  • nicht in Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer zu treten, um Nachteile zu vermeiden
  • die beigefügte Unterlassungserklärung nicht zu unterzeichnen,
  • keine Zahlungen zu leisten und
  • sich vor Fristablauf anwaltlichen Rat einzuholen.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen, übermitteln Sie mir dazu das Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax. Das erste Beratungsgespräch ist unverbindlich und kostenlos. Hier wird besprochen, wie das für Sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp vom 12.03.2015
aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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