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Abmahnung RAe Waldorf Frommer für die Twentieth Century Fox HE Germany wg. des Films "Kein Ort ohne dich"

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Waldorf Frommer, die bekannte Kanzlei aus München, versendet auch im Spätsommer 2015 im Auftrag diverser Rechteinhaber zahlreiche Abmahnungen an Internetanschlussinhaber für das Hochladen und Bereitstellen urheberrechtlich geschützter Werke über Internettauschportale , wie z. B. BitTorrent, eMule oder Popcorn Time.

In diesem Artikel geht es beispielhaft um ein Werk der Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany, dem Filmwerk „Kein Ort ohne dich“ (Originaltitel: The Longest Ride), einem US-amerikanischem Filmdrama des Regisseurs George Tillman Jr. aus dem Jahr 2015.

Verlangt werden vom Empfänger:

1) Die Abgabe einer Unterlassungserklärung hinsichtlich des geltend gemachten Urheberrechtsverstoßes und

2) die Zahlung eines pauschalisierten „Vergleichsbetrags“ von 815,00 € als Schadenersatz und Erstattung der Anwaltskosten.

Es ist nun wichtig, Ruhe zu bewahren und nicht unüberlegt zu handeln. Die Rechtslage ist nicht so einseitig auf Seiten des Rechteinhabers, wie Sie in dem Schreiben dargestellt wird.

Die Rechtsprechung ist in letzter Zeit auf Grundlage einiger Urteile „abgemahntenfreundlicher“ geworden.

Beispielsweise hat kürzlich das Amtsgericht Köln darauf hingewiesen, dass man nicht mehr ohne weiteres von der Richtigkeit der Ermittlung der durch den Rechteinhaber vorgelegten IP-Adressen ausgehen kann.

Zwar reiche eine bloße Glaubhaftmachung im Auskunftsverfahren aus, jedoch müsse die tatsächliche Richtigkeit der Ermittlung, z. B. durch Sachverständigengutachten oder Mehrfachermittlung, im Hauptverfahren nachgewiesen werden, da die Fehlerquote bei der Ermittlung der richtigen Internetanschlüsse zu groß sei (AG Köln, 22.10.2014, Az. 125 C 410/14).

Auch hat das Amtsgericht Düsseldorf eine Klage wegen einer angeblichen Urheberrechtsverletzung mit Urteil vom 30.07.2015 (Az. 57 C 9677/14) abgewiesen. Das Gericht sah den Vorwurf des Filesharings über den Anschluss des Beklagten nicht als hinreichend erwiesen an.

Das Gericht teilte in seiner Urteilsbegründung mit, dass die bloße einmalige Feststellung der IP-Adresse noch nicht die tatsächliche Vermutung rechtfertigt, dass auch wirklich der zutreffende Anschlussinhaber ermittelt worden sei. Es gelte vorliegend nicht die tatsächliche Vermutung, dass die Ermittlung des Anschlusses zuverlässig und fehlerfrei erfolgt ist. Eine Ermittlungspanne sei nicht auszuschließen.

Soweit es sich um mehrfache Ermittlung des jeweiligen Internetanschlusses handle, sei dies möglicherweise etwas anderes. Dieser Fall ist vorliegend jedoch nicht gegeben.

Folgende Fragen stehen für den Betroffenen im Fokus:

1) Muss ich meinem Fall überhaupt eine Unterlassungserklärung abgeben?

2) Muss ich in meinem Fall die geforderte Zahlung leisten, und wenn ja, in welcher Höhe?

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten. Dieser Tatsache werden/können eben solche Vorlagen in keiner Weise gerecht werden.

Zu empfehlen ist:

  • Bleiben Sie ruhig!
  • Nicht die kurzen Fristen verstreichen lassen.
  • Nicht selbst in Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer treten.
  • Keine Unterlassungserklärung (insbesondere keine Standardvorlagen aus dem Internet) unterzeichnen.
  • Keine Zahlungen leisten.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen:

Übermitteln Sie das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. Hier wird eruiert, wie das für sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Mehr Informationen zu Abmahnungen finden Sie im Internet auf unserer Homepage.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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