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Abmahnung RAe Waldorf Frommer für die Twentieth Century Fox wg des Films "Kingsman - The Secret Service"

Die Münchener Anwaltskanzlei Waldorf Frommer verschickt im Namen der Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany GmbH Schreiben an Internetanschlussinhaber für das Anbieten von urheberrechtlich geschützten Werken über Portale wie z. B. BitTorrent oder eMule.

Konkret geht es vorliegend um das Werk „Kingsman - The Secret Service”, einer US-amerikanisch-britischen Agentenkomödie aus dem Jahr 2014 von Regisseur Matthew Vaughn.

Waldorf Frommer begehrt:

1) Die Abgabe einer Unterlassungserklärung.

2) Die Zahlung eines pauschalisierten Vergleichsbetrages von 815,00 €.

Dem ersten Anschein nach – hauptsächlich anhand der Ausführungen in der Abmahnung –, scheint die Rechtslage eindeutig gegen den Abgemahnten zu sprechen. Dem ist aber nicht so.

Beispielsweise hat der Bundesgerichtshof in der sog. BearShare-Entscheidung bestätigt, dass der Anschlussinhaber nicht für das Filesharing volljähriger Familienmitglieder haften muss (BGH I ZR 169/12 – BearShare). 

Soweit die Familenmitglieder noch nicht volljährig sind, kommt eine Haftung nur in Frage, wenn der Anschlussinhaber selbige nicht darüber belehrt hat, dass das Filesharing über seinen Anschluss zu unterbleiben habe. Den Beweis hierzu muss der Rechteinhaber erbringen (BGH, I ZR 74/12 – Morpheus).

Es ist auch wichtig sich klar zu machen, dass auch bei nachweislich unterbliebener Belehrung, nur eine Haftung des Anschlussinhabers im Raum steht, wenn die unterbliebene Belehrung auch in „direktem Zusammenhang”  mit der Rechtsverletzung gestanden hat.

Zu prüfen für jeden einzelnen Fall:

1) Muss ich in meinem Fall eine Unterlassungserklärung abgeben?

2) Muss ich in meinem Fall die geforderte Zahlung leisten?

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten. Dieser Tatsache werden/können eben solche Vorlagen in keinster Weise gerecht werden.

Beachten Sie:

  • Bleiben sie ruhig!
  • Nicht die kurzen Fristen verstreichen lassen.
  • Nicht selbst in Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer treten.
  • Keine Unterlassungserklärung (insbesondere keine Standardvorlagen aus dem Internet) unterzeichnen.
  • Keine Zahlungen leisten.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen, übermitteln Sie mir dazu das Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax. Das erste Beratungsgespräch ist unverbindlich und kostenlos. Hier wird besprochen, wie das für Sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp vom 12.05.2015
aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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