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Abmahnung RAe Waldorf Frommer für die Warner Bros. Entertainment GmbH wegen des Films "Der Knastcoach"

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Die Kanzlei Waldorf Frommer versendet weiterhin Abmahnschreiben im Auftrag der Warner Bros. Entertainment GmbH an Anschlussinhaber für das Hochladen urheberrechtlich geschützter Werke über Tauschportale, wie z. B. BitTorrent oder eMule ab.

Hier geht es um das Werk „Der Knastcoach“ (Originaltitel: „Get Hard“), eine US-amerikanische Komödie von Etan Cohen aus dem Jahr 2015.

Was wird verlangt?

1) Die Abgabe einer Unterlassungserklärung und

2) die Zahlung eines pauschalisierten Vergleichsbetrags von 815,00 €.

Dem ersten Anschein nach ist es wenig sinnvoll, sich gegen die Ansprüche zur Wehr zu setzen, da die Rechtslage eindeutig für den Abmahner spricht. Dem ist aber nicht so.

Beispielsweise hat kürzlich das Amtsgericht Köln darauf hingewiesen, dass man nicht mehr ohne weiteres von der Richtigkeit der Ermittlung der durch den Rechteinhaber vorgelegten IP-Adressen ausgehen kann.

Zwar reiche eine bloße Glaubhaftmachung im Auskunftsverfahren aus, jedoch müsse die tatsächliche Richtigkeit der Ermittlung z. B. durch Sachverständigengutachten oder Mehrfachermittlung im Hauptverfahren nachgewiesen werden, da die Fehlerquote bei der Ermittlung der richtigen Internetanschlüsse zu groß sei. (AG Köln, 22.10.2014, Az. 125 C 410/14).

Was ist nun wichtig zu klären?

1) Ist in meinem konkreten Fall überhaupt eine Unterlassungserklärung abzugeben?

2) Ist in meinem konkreten Fall die geforderte Zahlung zu leisten, und wenn ja, in welcher Höhe?

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten. Dieser Tatsache werden/können eben solche Vorlagen in keiner Weise gerecht werden.

Beachten Sie:

  • Bleiben sie ruhig!
  • Nicht die kurzen Fristen verstreichen lassen.
  • Nicht selbst in Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer treten.
  • Keine Unterlassungserklärung (insbesondere keine Standardvorlagen aus dem Internet) unterzeichnen.
  • Keine Zahlungen leisten.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen:

Übermitteln Sie das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. Hier wird eruiert, wie das für sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Mehr Informationen zu Abmahnungen finden Sie im Internet auf unserer Homepage.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp vom 03.07.2015
aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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