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Abmahnung RAe Waldorf Frommer für die Warner Bros. Entertainment GmbH wegen des Films „Gravity“

Die Münchener Anwaltskanzlei Waldorf Frommer verschickt in Auftrag der Warner Bros. Entertainment GmbH Abmahnschreiben an diverse Anschlussinhaber von Internetanschlüssen. Der Vorwurf lautet, geschützte Werke über Filesharingportale Dritten zum Download angeboten zu haben.

Es geht vorliegend um den US-amerikanisch-britischen 3D-Weltraum-Thriller „Gravity“ aus dem Jahre 2013.

Der Rechteinhaber begehrt über die Kanzlei Waldorf Frommer neben einer strafbewehrten Unterlassungserklärung auch die Bezahlung eines pauschalen „Vergleichsbetrages“ von 815,00 €, welcher sich aus pauschalem Schadenersatz i.H.v 600,00 € und weiteren 215,00 € als Erstattung entstandener Anwaltskosten zusammensetzt.

Oftmals ist die behauptete Rechtslage nicht so deutlich, wie es in dem Schreiben dargelegt wird.

Beispielsweise wies das Amtsgericht München mit Urteil vom 31.10.2014 die Klage eines Rechteinhabers, welche durch die o.g. Kanzlei Waldorf Frommer vertreten wurde, ab, da die Beklagte sich (als Anschlussinhaberin) mit dem Vortrag zu einem der behaupteten Tatzeitpunkte nicht zuhause gewesen sei und der Anschluss außerdem auch noch von weiteren Familienmitgliedern genutzt, welche zu den Zeiten auch zuhause waren, entlasten konnte.

Das Gericht wies darauf hin, dass die Beklagte hiermit den Anforderungen der sekundären Darlegungslast gerecht wird (Az.: 264 C 23409/13).

Es kann sich daher lohnen, gegen eine solche Abmahnung vorzugehen und überprüfen zu lassen, ob überhaupt bzw. in welchen Umfang ein Anspruch des Rechteinhabers besteht.

Es gilt auch zu bedenken:

Den o.g. Schadenersatz muss (neben den zu erstattenden Anwaltskosten) nur der tatsächliche Täter leisten (also z. B. derjenige, der auch wirklich das Werk geuploadet hat). Der sog. Störer (also z. B. der Anschlussinhaber) würde lediglich wegen des geltend gemachten Aufwendungsersatzes (Anwaltskosten) belangt werden können.

Es hat sich gezeigt, dass man bei sachgerechter Handhabung der Abmahnung den verlangten Betrag entweder reduzieren oder ggf. sogar die Zahlung vollständig verhindern kann.

Achten Sie darauf:

  • die angegebene Frist nicht zu ignorieren,
  • keinen Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer aufzunehmen,
  • die beigefügte Unterlassungserklärung nicht zu unterzeichnen,
  • keine Zahlungen ohne Absprache zu leisten und
  • sich vor Fristablauf anwaltlichen Rat einzuholen.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen, übermitteln Sie mir dazu das Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax. Das erste Beratungsgespräch ist unverbindlich und kostenlos. Hier wird besprochen, wie das für Sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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