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Abmahnung RAe Waldorf Frommer für die Warner Bros. Entertainment GmbH wegen des Films „Jupiter Ascending“

  • 2 Minuten Lesezeit

Die Kanzlei Waldorf Frommer versendet im Namen der Warner Bros. Entertainment GmbH Abmahnungen an Anschlussinhaber für das Bereitstellen/Hochladen urheberrechtlich geschützter Werke über Portale wie z. B. BitTorrent oder eMule.

Vorliegend handelt es sich um das Werk „Jupiter Ascending“, einem US-amerikanisch-britisch-australischen Science-Fiction-Film unter der Regie der Wachowski-Geschwister. In den Hauptrollen sind Channing Tatum, Mila Kunis und Sean Bean zu sehen.

Was will der Rechteinhaber?

1) Unterlassungserklärung zu seinen Gunsten abgeben

2) Zahlung eines pauschalisierten Vergleichsbetrages in Höhe von 815,00 €

Spricht die Rechtslage so deutlich gegen den Empfänger des Schreibens?

Meist ist dies nicht der Fall.

Beispielsweise hat der Bundesgerichtshof in der sog. BearShare-Entscheidung bestätigt, dass der Anschlussinhaber nicht für das Filesharing volljähriger Familienmitglieder haften muss (BGH I ZR 169/12 – BearShare)

Soweit die Familenmitglieder noch nicht volljährig sind, kommt eine Haftung nur in Frage, wenn der Anschlussinhaber selbige nicht darüber belehrt hat, dass das Filesharing über seinen Anschluss zu unterbleiben habe. Den Beweis hierzu muss der Rechteinhaber erbringen. (BGH, I ZR 74/12 – Morpheus).

Es ist auch wichtig, sich klar zu machen, dass auch bei nachweislich unterbliebener Belehrung, nur eine Haftung des Anschlussinhabers im Raum steht, wenn die unterbliebene Belehrung auch in „direktem Zusammenhang“ mit der Rechtsverletzung gestanden hat.

Was ist zu bedenken?

1) Muss ich in meinem konkreten Fall überhaupt eine Unterlassungserklärung abgeben?

2) Muss ich in meinem konkreten Fall die geforderte Zahlung leisten und wenn ja, in welcher Höhe?

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten. Dieser Tatsache werden/können eben solche Vorlagen in keiner Weise gerecht werden.

Beachten Sie:

  • Bleiben sie ruhig!
  • Nicht die kurzen Fristen verstreichen lassen.
  • Nicht selbst in Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer treten.
  • Keine Unterlassungserklärung (insbesondere keine Standardvorlagen aus dem Internet) unterzeichnen.
  • Keine Zahlungen leisten.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen:

Übermitteln Sie das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. Hier wird eruiert, wie das für sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Mehr Informationen zu Abmahnungen im Internet unter www.abmahnungsberater.de.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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