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Abmahnung RAe Waldorf Frommer für die Warner Bros. Entertainment GmbH wg. „The Vampire Diaries“

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Waldorf Frommer mahnt im Auftrag der Warner Bros. Entertainment GmbH Anschlussinhaber wegen des illegalen Anbietens urheberrechtlich geschützter Werke über Portale wie BitTorrent oder eMule ab.

Im Fokus steht unter anderem die US-amerikanische Fantasy-Serie „The Vampire Diaries“, welche es inzwischen in sechs Staffeln zu sehen gibt. 

Die Warner Bros. Entertainment GmbH begehrt:

1) Die Abgabe einer Unterlassungserklärung (eine vorgefertigte Erklärung ist beigefügt).

2) Die Zahlung eines pauschalisierten „Vergleichsbetrags“, welcher sich aus Anwaltskosten und Schadenersatz zusammensetzt.

Im ersten Anschein ist die Rechtslage eindeutig gegen den Abgemahnten. Dem ist aber in Wirklichkeit nicht so.

Beispielsweise hat der Bundesgerichtshof in der sog. BearShare-Entscheidung bestätigt, dass der Anschlussinhaber nicht für das Filesharing volljähriger Familienmitglieder haften muss. (BGH I ZR 169/12 – BearShare)

Soweit die Familienmitglieder noch nicht volljährig sind, kommt eine Haftung nur in Frage, wenn der Anschlussinhaber selbige nicht darüber belehrt hat, dass das Filesharing über seinen Anschluss zu unterbleiben habe. Den Beweis hierzu muss der Rechteinhaber erbringen. (BGH, I ZR 74/12 – Morpheus).

Es ist auch wichtig, sich klar zu machen, dass auch bei nachweislich unterbliebener Belehrung nur eine Haftung des Anschlussinhabers im Raum steht, wenn die unterbliebene Belehrung auch in „direktem Zusammenhang“ mit der Rechtsverletzung gestanden hat.

Dieses Beispiel allein zeigt, dass es sinnvoll ist, die geltend gemachten Ansprüche kritisch zu betrachten und insbesondere aufzuarbeiten, ob und unter welchen Umständen das angebliche Filesharing stattgefunden hat.

Welche Fragen stehen im Mittelpunkt?

1) Muss ich in meinem Fall auch tatsächlich eine Unterlassungserklärung abgeben?

2) Hat die Warner Bros. Entertainment GmbH einen Zahlungsanspruch gegen mich und wenn ja, in welcher Höhe?

Beachten Sie:

  • Ruhe bewahren!
  • Nicht die Abmahnung ignorieren,
  • nicht in Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer treten,
  • nichts ohne vorherige Absprache unterschreiben,
  • keine Zahlung veranlassen.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen:

Übermitteln Sie das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. Hier wird eruiert, wie das für Sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann. Mehr Informationen zu Abmahnungen im Internet auf unserer Website.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp vom 03.06.2015
aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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