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Abmahnung RAe Waldorf Frommer i.A.d. Tele München wegen des Werks „Flug 7500 - Sie sind nicht allein“

Rechtstipp vom 27.10.2014
Rechtstipp vom 27.10.2014

Die Rechtsanwaltskanzlei Waldorf Frommer aus München versendet im Namen der Tele München Fernseh GmbH + Co. Produktionsgesellschaft Abmahnungen an Internetnutzer wegen der Teilnahme an einem Peer-to-Peer-Netzwerk (Filesharing).

Konkret geht es vorliegend um urheberrechtlich geschützte Werke des oben genannten Rechteinhabers, wie z. B. die US-japanische Co-Produktion des Regisseurs Takashi Shimizu „Flug 7500 – Sie sind nicht allein“, welcher weltweit durch die Abgemahnten hochgeladen, und somit Dritten zum illegalen Download öffentlich zur Verfügung gestellt worden sei, so die Abmahner.

Waldorf Frommer begehrt:

1.) Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung (eine vorgefertigte Unterlassungserklärung ist beigefügt).

2.) Die Zahlung eines pauschalen Schadensersatzes vom 600 € zuzüglich weiterer 215 € als Erstattung entstandener Anwaltskosten, also insgesamt einen Betrag in Höhe von 815 €.

Meist liegt die Sach- und Rechtslage nicht so klar auf der Hand, wie es in der Abmahnung behauptet wird. Es ist daher lohnenswert, sich gegen eine solche Abmahnung zur Wehr zu setzen.

Ob überhaupt bzw. in welchen Umfang ein etwaiger Anspruch des Rechteinhabers besteht, sollte daher individuell geprüft werden.

Grundsätzlich gilt:

Den o. g. Schadenersatz muss (neben den zu erstattenden Anwaltskosten) nur der tatsächliche Täter leisten (also z. B. derjenige der auch wirklich das Werk geuploadet hat).

Der sog. Störer (also z. B. der Anschlussinhaber) würde lediglich wegen des geltend gemachten Aufwendungsersatzes (Anwaltskosten) in Anspruch genommen werden können.

Es hat sich gezeigt, dass man bei sachgerechter Handhabung der Abmahnung den verlangten Betrag entweder reduzieren oder ggf. sogar die Zahlung gänzlich abwenden kann.

Zu empfehlen ist:

  • die gesetzte Frist nicht zu ignorieren,
  • nicht selber Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer aufzunehmen,
  • die beigefügte Unterlassungserklärung nicht zu unterschreiben,
  • keine Zahlungen ohne vorherige Absprache zu leisten und
  • sich vor Fristablauf anwaltlichen Rat einzuholen.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen, übermitteln Sie dazu das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. Hier wird eruiert, wie das für Sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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