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Abmahnung Sasse & Partner für die Splendid Film wg. „Fear The Walking Dead“, Staffel 2

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Die bekannte Hamburger Anwaltskanzlei Sasse und Partner ist nach wie vor für u.a. die Splendid Film GmbH wegen Verfolgung sog. Filesharings urheberrechtlich geschützter Werke tätig. Die Verstöße sollen über einschlägige Netzwerke wie z. B. BitTorrent oder eMule begangen worden sein.

Vorliegend geht es aktuell z.B. um die TV-Serie „Fear The Walking Dead“, eine US-amerikanische Spin-Off Serie zu der beliebten Serie „The Walking Dead“.

Was begehrt die Splendid Film GmbH?

1) eine Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung (eine vorgefertigte liegt dem Schreiben bei)

2) die Begleichung eines Vergleichsbetrages von 800,00 €, welcher sich aus Schadensersatz und Anwaltskosten zusammensetzt.

Durch die kurze Frist wird versucht, den Empfänger des Schreibens zu unüberlegten Handlungen zu bewegen.

Daher gilt zunächst: Ruhe bewahren!

In vielen Fallkonstellationen haftet der abgemahnte Anschlussinhaber nicht für die vorgeworfene Urheberrechtsverletzung, da dieser den Verstoß gar nicht begangen hat (keine Täterhaftung), sondern vielmehr ein Dritter (Familienmitglieder, Mitbewohner, Freunde oder Bekannte). In diesen Fallkonstellationen bestehen einige Verteidigungsmöglichkeiten, um einer möglichen Haftung zu entgehen (keine Störerhaftung).

Beispielsweise hat das Amtsgericht Leipzig eine Klage mit Urteil vom 06.04. 2016 (Az. 113 C 3374/15) abgewiesen.

Das Gericht begründete das damit, dass eine Heranziehung des Anschlussinhabers als Täter ausscheidet, da dieser in ausreichender Weise dargelegt hat, dass er zum „Tatzeitpunkt“ nicht zu Hause gewesen ist.

So könnten auch Dritte die Möglichkeit gehabt haben dessen Anschluss zu nutzen um die Rechtsverletzung zu begehen. Der Anschlussinhaber wurde daher seiner sekundären Darlegungslast in genügender Weise gerecht.

Diesbezüglich verweist das Amtsgericht Leipzig auf das sogenannte Tauschbörse III Urteil des Bundesgerichtshofes vom 11.06.2015 (Az. I ZR 75/14). Insofern obliegt hier die Beweislast dem Rechteinhaber.

Es ist also zu klären:

1) Muss in meinem Fall überhaupt eine Unterlassungserklärung abgegeben werden?

2) Muss ich in meinem Fall überhaupt eine Zahlung leisten?

Nutzen Sie keine Standardvorlagen aus dem Internet, denn jeder Fall ist aufgrund zahlreicher Konstellationen und vielfältiger Rechtsprechung einzeln zu betrachten.

Dieser Tatsache werden/können eben solche Vorlagen in keiner Weise gerecht werden.

Es sei nochmals betont, dass insbesondere eine nicht auf ihren Einzelfall verfasste Unterlassungserklärung lebenslang hohe finanzielle Unwägbarkeiten mit sich bringt.

Beachten Sie:

  • Ruhig bleiben!
  • Nicht die Fristen verstreichen lassen.
  • Nicht selbst in Kontakt mit der Kanzlei Sasse und Partner treten.
  • Keine Unterlassungserklärung (insbesondere keine Standardvorlagen aus dem Internet) unterzeichnen.
  • Keine Zahlungen leisten.
  • Anwaltlichen Rat einholen!

Was kann ich als Rechtsanwalt für Sie tun?

Bei der Vielzahl der Konstellationen und möglichen Rechtsfolgen empfiehlt es sich, sich fachkundig beraten zu lassen.

Übermitteln Sie das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos.

Wir besprechen hier die genauen Umstände ihres konkreten Einzelfalls, und bauen dementsprechend eine auf Sie passende Verteidigungsstrategie auf.

Ihr Rechtsanwalt Tawil

Mehr Informationen zu Abmahnungen finden Sie im Internet auf unserer Homepage www.abmahnungsberater.de.


Rechtstipp vom 27.06.2016
aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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