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Abmahnung von Sasse & Partner i.A.d. Splendid Film GmbH wegen „Sabotage“

Rechtstipp vom 05.11.2014
Rechtstipp vom 05.11.2014

Die Kanzlei Sasse und Partner aus Hamburg verschickt in Auftrag der Splendid Film GmbH Abmahnungen an Anschlussinhaber wegen des angeblichen Betreibens von Filesharing auf diversen Internetportalen.

Aktuell handelt sich unter anderem hier um den US-amerikanischen Thriller „Sabotage“ von David Ayer mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle, welcher 2014 in die deutschen Kinos kam.

Die Splendid Film GmbH verlangt neben der Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung innerhalb einer kurzen Frist auch die Zahlung eines pauschalisierten „Vergleichsbetrags“, welcher sich aus Schadensersatz und Aufwendungsersatz zusammensetzt.

Insgesamt werden 800,00 € verlangt.

Oftmals ist die Rechtslage nicht so klar, wie es in dem Schreiben dargelegt wird.

Beispielsweise hat kürzlich das Amtsgericht Köln darauf hingewiesen, dass man nicht mehr ohne weiteres von der Richtigkeit der Ermittlung der durch den Rechteinhaber vorgelegten IP-Adressen ausgehen kann.

Zwar reiche eine bloße Glaubhaftmachung im Auskunftsverfahren aus, jedoch müsse die tatsächliche Richtigkeit der Ermittlung z.B. durch Sachverständigengutachten oder Mehrfachermittlung im Hauptverfahren nachgewiesen werden, da die Fehlerquote bei der Ermittlung der richtigen Internetanschlüsse zu groß sei. (AG Köln, 22.10.2014, Az. 125 C 410/14).

Ein Vorgehen gegen eine derartige Abmahnung kann sich daher lohnen.

Die Frage, ob überhaupt bzw. in welchem Umfang ein Anspruch des Rechteinhabers besteht, sollte stets individuell geprüft werden.

Es ist auch wichtig zu wissen:

Den benannten Schadenersatz (neben dem Aufwendungsersatz) muss nur der tatsächliche Täter leisten (also z. B. derjenige, der auch wirklich das Werk geuploadet hat).

Der sog. Störer (also z. B. der Anschlussinhaber) würde allenfalls wegen des geltend gemachten Aufwendungsersatzes (Anwaltskosten) in Haftung genommen werden können.

Diese Umstände sollten anwaltlich geprüft werden. Es liegt auf der Hand dass man bei sachgerechter Behandlung der Abmahnung den verlangten Betrag entweder reduzieren oder ggf. sogar die Zahlung gänzlich abwenden kann.

Empfohlen wird:

  • die Frist nicht verstreichen zu lassen,
  • keinen eigenen Kontakt zur Kanzlei Sasse und Partner aufzunehmen,
  • keine Unterlassungserklärung ohne vorherigen anwaltlichen Rat zu unterschreiben,
  • keine Zahlungen zu leisten und
  • sich vor Fristablauf anwaltlichen Hilfe zu holen.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen, übermitteln Sie dazu das vollständige Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax. Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. Hier wird eruiert, wie das für Sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos. Hier wird eruiert, wie das für Sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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