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Abmahnung von Schutt, Waetke Rechtsanwälte

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Das Vorgehen ist standardisiert und die Masche immer gleich: Zunächst kommt eine Zahlungsaufforderung einer Rechtsanwaltskanzlei, z.B. von Schutt und Waetke aus Karlsruhe. Aufgefordert wird zur Zahlung von Rechtsanwaltskosten (zufällig genau 150 €) und Schadensersatz (350 €).

Selbst wenn sich der aufgeschreckte Internetnutze mit dem Vorwurf auseinandersetzt und eine Erklärung von der Kanzlei begehrt, erfolgt in der Regel die Abgabe an ein Inkassobüro (hier infoscore Forderungsmanagement GmbH). Schon ist die Gesamtforderung bei über 600 € und der Internetnutzer ist eingeschüchtert und fürchtet einen weiteren Anstiegt der Kosten.

Meist wird vorgeworfen Pornos oder PC-Spiele (in den meisten Fällen Call of Juarez) in Tauschbörsen verbreitet zu haben. Klar ist, dass das Verteilen von urheberrechtlich geschützten Inhalten in P2P-Netzwerken rechtswidrig ist. Das heißt aber nicht automatisch, dass eine Zahlungspflicht gegenüber der Anwaltskanzlei oder dem Inkassobüro besteht. Es gilt also, dass man den Vorwurf präzise selbst prüft oder prüfen lassen sollte bevor man zahlt.

Die Abmahner setzen zum Großteil auf die Abschreckung durch einen Anwaltsbrief und das Inkassobüro. Panik ist hier ein schlechter Ratgeber. Auch wenn ein Inkassobüro damit beauftragt ist, heißt dass nicht, dass der Gerichtsvollzieher bald vor der Tür steht.

Prüfen Sie die Vorwürfe und verlangen sie die Darlegung der angeblichen Beweise die den Rechtsanwälten Schutt, Waetke angeblich vorliegen. Auch wenn Abmahnungen dieser Art wie am Fließband auf den Postweg gehen, sollte man die Vorwürfe nicht auf die leichte Schulter nehmen und im Zweifel fachkundigen Rat aufsuchen. Gerade vorgeworfene Urheberrechtsverletzungen enthalten ein großes Kostenrisiko, wenn sie bewiesen werden können.

Der Autor ist Rechtsanwalt in Berlin mit einem Schwerpunkt im Internet- und Urheberrecht.



Rechtstipp aus den Rechtsgebieten IT-Recht, Urheberrecht & Medienrecht

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