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Abmahnung von Waldorf Frommer wegen „Die versunkene Stadt Z“ und „The Lego Batman Movie“

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Unserer Kanzlei liegen regelmäßig Mandate wegen Abmahnungen der Kanzlei Waldorf Frommer vor. Aktuell vertritt die Kanzlei Waldorf Frommer die Interessen der Warner Bros. Entertainment GmbH und der Studiocanal GmbH in zwei unterschiedlichen Fällen. Der Vorwurf und die Forderung sind jedoch in beiden Fällen identisch. Unsere Mandanten sollen mit Hilfe von Filesharing-Programmen die Filme „Die versunkene Stadt Z“ und „The Lego Batman Movie“ unerlaubt Dritten angeboten und übertragen haben. Zur Beendigung der Rechtsstreitigkeit fordert Waldorf Frommer die Unterzeichnung einer vorformulierten Unterlassungserklärung und Schadensersatz inklusive erforderlicher Rechtsverfolgungskosten in Höhe von 915,00 EUR.

Wie kommt die Kanzlei Waldorf Frommer auf mich?

Die Kanzlei Waldorf Frommer gelangt über Ihre IP-Adresse zu Ihrer Identität. Dazu hat die Kanzlei mit der auf Überwachung von Filesharing-Systemen spezialisierte Unternehmen beauftragt, die in diesem Kontext genannte IP-Adresse zu ermitteln. Mit dieser IP-Adresse führt die Kanzlei in der Folge das Auskunftsverfahren nach § 101 Abs. 9 UrhG zu Erlangung Ihrer Identität durch. Das Ziel des Auskunftsverfahrens ist die Erwirkung eines Gerichtsbeschlusses, der Ihren Internet Provider (Telekom, Telefónica, Vodafone/Kabel Deutschland, Telecolumbus, Versatel, Unitymedia, 1&1 etc.) zur Preisgabe Ihrer persönlichen Daten auffordert.

Allerdings ist nicht gesichert, dass bei der IP-Adressen-Ermittlung keine Fehler unterlaufen.

Was wirft mir die Kanzlei Waldorf Frommer vor?

Unserer Mandantschaft wird vorgeworfen, die Filme „Die versunkene Stadt Z“ und „The Lego Batman Movie“ unerlaubt vervielfältigt und Dritten zum Download angeboten zu haben. Dies geschieht regelmäßig durch den Upload des Films über Filesharing-Plattformen wie BitTorrent, MLDonkey, Transmission oder P2P-Clients.

Damit wird Ihnen vorgeworfen gegen §§ 16, 19a UrhG verstoßen zu haben. Danach dürfen urheberrechtlich geschützte Werke wie Filme, Musik etc. ohne Erlaubnis des Berechtigten nicht kopiert oder Dritten zum Download angeboten werden.

Bei einem solchen Verstoß kann der Berechtigte dann gemäß § 97 Abs. 1 UrhG die Unterlassung und gemäß § 97 Abs. 2 UrhG Schadensersatz verlangen.

Was kann ich machen, um den Schaden zu begrenzen oder zu verhindern?

1. Ruhe bewahren

Der erste wichtige Schritt ist es, trotz einer vorliegenden Abmahnung und der Forderung eines hohen Betrages an Schadensersatz, die Ruhe zu bewahren. Auch wenn Nervosität und Unruhe normale erste Reaktionen sind, ist es wichtig, sich wieder zu besinnen. Denn in den meisten Fällen solcher Abmahnungen lässt sich die Forderung mit Hilfe von kompetentem juristischem Rat verringern oder gar abwenden.

2. Schnell handeln

Es ist jedoch bei aller gebotenen Ruhe die auf dem Mahnschreiben benannte Frist zu beachten. Die Frist des Abmahnschreibens ist regelmäßig kurz bestimmt und gibt Ihnen wenig Zeit zur Begleichung des geforderten Geldbetrages und Abgabe der Unterlassungserklärung. Daher heißt es, schnell zu handeln und die knapp bemessene Zeit zur Reaktion sinnvoll zu nutzen. Dies gilt vor allem in den Fällen, in denen Sie davon überzeugt sind, die Ihnen zur Last gelegte Urheberrechtsverletzung nicht begangen zu haben. Durch ein Verstreichenlassen der Frist können weitere erhebliche Kosten für Sie entstehen, denen Sie nur noch schwerlich entgehen können.

3. Nicht leichtfertig handeln

Bei aller gebotenen Eile ist jedoch wichtig, nicht leichtfertig zu handeln. Unterzeichnen Sie in keinem Fall die dem Abmahnschreiben beiliegende Unterlassungserklärung oder Vergleichsschreiben, ohne sich vorher juristischen Rat eingeholt zu haben. Es ist nicht gesichert, dass zwingenderweise eine Urheberverletzung vorlag und folglich auch kein Grund für eine Zahlung gegeben war. Bei der Unterzeichnung einer vorformulierten Erklärung oder auch einer selbst formulierten Erklärung laufen Sie Gefahr, dass Sie unfreiwillig Schuldeingeständnisse abgeben. In diesem Fall spielt es auch keine Rolle, ob Sie die Urheberverletzung tatsächlich begangen haben. Ein auf den Einzelfall abgestimmtes Schreiben auf eine Abmahnung ist erforderlich, ansonsten wird Schadensersatzansprüchen Tür und Tor geöffnet.

4. Kontaktieren Sie uns

Die Kanzlei Schlun & Elseven mit Standorten in Köln und Aachen steht Ihnen bundesweit zur Verfügung und ist Ihr zuverlässiger und kompetenter Partner bei allen Fragen zum Urheberrecht und insbesondere im Bereich des Filesharings.

Wir helfen Ihnen mit aller gebotenen Schnelligkeit, gegen die Abmahnung bzw. die benannte Schadenshöhe vorzugehen. Rufen Sie uns ganz einfach an, senden Sie uns eine Nachricht per E-Mail oder nutzen Sie unser Onlineformular. Gerne erläutern wir Ihnen im Rahmen unserer kostenlosen Ersteinschätzung Ihre Chancen und Möglichkeiten.


Rechtstipp vom 09.08.2017
aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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