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Abmahnung von Waldorf Frommer zu „La La Land“ erhalten?

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Studiocanal GmbH beauftragt Waldorf Frommer mit Rechtsschutz

Waldorf Frommer ist eine Münchener Kanzlei, die vorwiegend auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes tätig ist. Die Kanzlei ist inzwischen äußerst bekannt, was auf einige namhafte Mandanten aus der Film- und Fernsehbranche zurückzuführen ist. Diese haben Waldorf Frommer mit dem Schutz ihrer Urheberrechte in Deutschland beauftragt.

Zu den Mandanten von Waldorf Frommer zählt auch die Studiocanal GmbH aus Berlin. Studiocanal hält in Deutschland Rechte an diversen berühmten Filmen. So zum Beispiel auch am Oscar-dekorierten Film La La Land. Der Auftrag von Waldorf Frommer besteht nun darin, dass gegen Urheberrechtsverletzungen an La La Land und anderen Filmen vorgegangen werden soll. Die Kanzlei verschickt täglich unzählige Abmahnungen an Internetnutzer, um die Rechte von Studiocanal durchzusetzen.

Abmahnung zu La La Land – worum geht’s?

An jedem Film hat der Urheber Rechte. Das gilt natürlich vor allem für große Produktionen und weltberühmte Kinofilme wie La La Land. Wird der Film unautorisiert vervielfältigt oder verbreitet, liegt eine Verletzung dieser Urheberrechte vor. Das geschieht heutzutage primär im Internet über Streaming-Portale oder Filesharing-Foren. Jeder, der solche Dienste betreibt oder auch nur nutzt, begeht eine Urheberrechtsverletzung. Die Folge ist, dass Studiocanal Ansprüche geltend machen kann. Und genau das tut Waldorf Frommer stellvertretend in dem Abmahnen von (vermeintlich) Verantwortlichen.

Die Schreiben der Kanzlei enthalten dementsprechend zwei Forderungen: Zum einen soll der Empfänger Schadensersatz zahlen, mehrere Hundert Euro. Zum anderen soll eine strafbewehrte Unterlassungserklärung unterschrieben werden. Beide Forderungen sollten nicht ohne weiteres erfüllt werden. Ansonsten drohen hohe Kosten und weitergehende rechtliche Konsequenzen.

Abmahnung zu La La Land – was bedeutet das?

Werden die Urheberrechte an La La Land verletzt, ermittelt Waldorf Frommer die Verantwortlichen. Dazu werden IP-Adressen ausgewertet. Der Inhaber desjenigen Internetanschlusses, über den Filesharing oder Streaming betrieben oder genutzt wurde, erhält sodann die Abmahnung. Diese Vorgehensweise kann aber zu Fehlern führen: Entweder, weil der falsche Anschluss ermittelt wird, oder, weil der Anschlussinhaber nicht verantwortlich ist, sondern andere Nutzer. Dadurch können ganz falsche Internetnutzer eine Abmahnung erhalten. Allein deswegen darf man nicht direkt an Waldorf Frommer zahlen, auch nicht, wenn man eingeschüchtert ist. Grundsätzlich gilt also: Ruhe bewahren!

Was ist zu tun bei einer Abmahnung?

Jeder Abmahn-Sachverhalt muss individuell begutachtet werden. Deswegen kann es keine pauschale Lösung geben. Wichtig ist in jedem Fall, dass man ohne vorherige Beratung von Rechtsanwälten nicht auf die Forderungen eingehen darf. Denn sehr häufig muss man gar nichts oder weniger zahlen, auch wenn man für die Urheberrechtsverletzung verantwortlich ist. Wichtig ist aber, dass man geschickt vorgeht. Vorläufig gilt Folgendes:

  1. Nicht voreilig zahlen!
  2. Nichts unterschreiben!
  3. Keinen Kontakt mit Waldorf Frommer aufnehmen!
  4. Rechtsanwalt konsultieren!
  5. Frist wahren!

Wir von Werdermann | von Rüden bieten allen Empfängern einer Abmahnung eine kostenlose Erstberatung an. Unsere Experten analysieren Ihren Fall und geben Ihnen eine Einschätzung über Risiken, Probleme, Chancen und zu erwartende Kosten. Auf unserer Website oder telefonisch sind wir für Anliegen offen und hilfsbereit! 


Rechtstipp vom 10.12.2017
aus der Themenwelt Urheberrecht und dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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