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Abmahnung Waldorf Frommer i.A.d. Warner Bros. Entertainment wegen des Films „Kill The Boss 2“

Rechtstipp vom 03.03.2015
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Rechtstipp vom 03.03.2015
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Die Anwaltskanzlei Waldorf Frommer aus München versendet in Auftrag der Warner Bros. Entertainment GmbH Abmahnschreiben an zahlreiche Internetnutzer. Behauptet wird, dass geschützte Werke über Filesharingportale anderen Nutzern zum Download zur Verfügung gestellt zu haben.

Im Fokus steht vorliegend die US-amerikanische Filmkomödie „Kill the Boss 2“ aus dem Jahre 2014.

Die Warner Bros. Entertainment verlangt über die Kanzlei Waldorf Frommer neben einer strafbewehrten Unterlassungserklärung auch die Begleichung von 815,00 €. Dieser Betrag wird als „Vergleichsbetrag“ dargestellt, um die Angelegenheit schnell aus der Welt zu schaffen.

Meist ist die dargelegte Rechtslage nicht so klar, wie in der Abmahnung es beschrieben wird.

Beispielsweise hat kürzlich das Amtsgericht Köln darauf hingewiesen, dass man nicht mehr ohne weiteres von der Richtigkeit der Ermittlung der durch den Rechteinhaber vorgelegten IP-Adressen ausgehen kann.

Zwar reiche eine bloße Glaubhaftmachung im Auskunftsverfahren aus, jedoch müsse die tatsächliche Richtigkeit der Ermittlung z.B. durch Sachverständigengutachten oder Mehrfachermittlung im Hauptverfahren nachgewiesen werden, da die Fehlerquote bei der Ermittlung der richtigen Internetanschlüsse zu groß sei. (AG Köln, 22.10.2014, Az. 125 C 410/14).

Es lohnt sich daher, gegen eine solche Abmahnung vorzugehen und überprüfen zu lassen, ob überhaupt bzw. in welchen Umfang  Ansprüche des Rechteinhabers bestehen, d.h.:

1) Muss ich überhaupt in meinem Fall eine Unterlassungserklärung abgeben?

2) Besteht der geltend gemachte Zahlungsanspruch gegen mich?

Beachten Sie bitte:

  • die vorgegebene Frist nicht zu ignorieren,
  • nicht selbst Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer aufzunehmen,
  • die  Unterlassungserklärung nicht zu unterzeichnen,
  • dass Sie keine Zahlungen zu leisten und
  • sich vor Fristablauf anwaltlichen Rat einzuholen.

Um die geltend gemachten Ansprüche zu prüfen, übermitteln Sie mir dazu das Abmahnschreiben zusammen mit Ihrer Telefonnummer per E-Mail oder per Fax. Das erste Beratungsgespräch ist unverbindlich und kostenlos. Hier wird besprochen, wie das für Sie bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann.

Rechtsanwalt Sascha Tawil


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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