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Abmahnung wegen 5-Sterne-Bewertung auf Amazon

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Wir bearbeiten in unserer Kanzlei eine aktuelle Abmahnung der Lexea Rechtsanwälte aus Köln, ausgesprochen im Auftrag der Snaabt GmbH. In der Abmahnung geht es um den Vorwurf vermeintlich wettbewerbswidriger 5-Sterne-Bewertungen auf Amazon.

Bei der Snaabt GmbH handelt es sich um eine Herstellerin von Tierfutter und Tierpflegemitteln. Deren Produkte werden (auch) über Amazon angeboten. Ebenfalls auf Amazon ist unser Mandant, der Abmahnadressat, tätig – der dort ebenfalls Produkte dieses Produktsegment zum Kauf anbietet. Die Produkte unseres Mandanten weisen eine gute Kundenbewertung auf. In der uns nun vorliegenden Abmahnungen erhebt die Snaabt GmbH den Vorwurf, dass es sich bei diesen guten Bewertungen um manipulierte, das heißt keine „echten“ Bewertungen, handele. Konkret heißt es, unser Mandant erstatte im Rahmen einer Kooperation den Kaufpreis für seine Produkte an die Käufer, wenn diese über Amazon seine Produkte bewerten würden. Dies sei, so der Vorwurf der Abmahnung, wettbewerbswidrig und stelle auch Schleichwerbung dar. Ebenfalls wettbewerbswidrig sei zudem die Preisgestaltung unseres Mandanten. Die vermeintlichen Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht begründeten einen Unterlassungsanspruch für die Snaabt GmbH nach § 8 UWG.

Unser Mandant wird also dazu aufgefordert, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Der Abmahnung ist eine vorformulierte Unterlassungserklärung beigefügt. Mit einer Unterlassungserklärung verpflichtet sich der Unterzeichnet dazu, eine bestimmte Handlung in Zukunft nicht erneut vorzunehmen. Im Falle eines Verstoßes gegen die Unterlassungserklärung müsste eine Vertragsstrafe an die Gegenseite gezahlt werden. Wichtig: Unterlassungserklärungen gelten für eine sehr lange Zeit. Die exakte Formulierung einer Unterlassungserklärung ist daher von entscheidender Bedeutung. Vorformulierten Unterlassungserklärungen, die Abmahnungen oftmals beigefügt sind, sind hingegen oft zum Vorteil des Abmahnenden und zum Nachteil des Abgemahnten formuliert. Sie sollten daher grundsätzlich nicht unterzeichnet werden. Nach Erhalt einer Abmahnung sollte vielmehr einen Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz mit der Überprüfung der Angelegenheit beauftragt werden. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, kann ggf. eine modifizierte, das heißt abgewandelte strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben werden.

Neben dem Unterlassungsanspruch wird in der Abmahnung auch noch einen Kostenerstattungsanspruch geltend gemacht. Die Rechtsanwälte Lexea berechnen für ihre Tätigkeit ein Honorar in Höhe von 2.085,95 €, zu dessen Ersatz unser Mandant aufgefordert wird.

Folgende Grundregeln sollten Sie im Falle einer Abmahnung beachten:

- Bleiben Sie ruhig!

- Notieren und beachten Sie gesetzte Fristen!

- Nehmen Sie keinen Kontakt zu der Gegenseite auf!

- Unterzeichnen Sie die beigefügten Unterlassungserklärung nicht!

- Lassen Sie sich von einem auf das Markenrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten!

- Bezahlen Sie ohne rechtliche Beratung zunächst keinerlei Beträge!

Wenn Sie ebenfalls eine Abmahnung, einen Mahnbescheid, eine einstweilige Verfügung oder gar eine Klage erhalten haben, stehen wir Ihnen gerne bundesweit mit unserer Hilfe zur Verfügung. Die in unserer Kanzlei tätigen Rechtsanwälte können mittlerweile auf mehrere tausend Abmahnverfahren im Bereich des Urheberrechts, des Wettbewerbsrechts sowie des Markenrechts zurückblicken.

Ihr Vorteil:

- spezialisierte Beratung aufgrund unserer großen Erfahrung

- persönliche und enge Beratung und Betreuung

- faires Pauschalhonorar und Kostentransparenz bereits zu Beginn

- bundesweite Vertretung

- unkomplizierte Abwicklung des Mandates

Für eine kostenlose Ersteinschätzung Ihres Falles können Sie uns gerne unter angegebenen Telefonnummer erreichen.

Alternativ können Sie uns Ihre Abmahnung auch per E-Mail zusenden. Wir rufen Sie kostenlos zurück.

Da uns und unseren Mandanten Kostentransparenz sehr wichtig ist, werden wir mit Ihnen im Falle einer Mandatserteilung für die außergerichtliche Vertretung einen festen Pauschalpreis vereinbaren. Dieser gilt auch dann, wenn die Gefahr von weiteren Abmahnungen bestehen sollte.


Rechtstipp aus den Rechtsgebieten Wettbewerbsrecht, eBay & Recht

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