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Abrechenbarkeit der GOZ-Nr. 2197 (adhäsive Befestigung)

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Neues Urteil des Verwaltungsgerichtshofes München in zweiter Instanz: Bei der Eingliederung eines Klebebrackets mittels Adhäsivtechnik im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung sind bei der Gebührenordnung für Zahnärzte GOZ-Nr. 6100 (Klebebrackets) und GOZ-Nr. 2197 (adhäsive Befestigung) nebeneinander abrechenbar.

Endlich hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mit Urteil vom 6. Juni 2016 (Az. 14 BV 15.527) in zweiter Instanz klargestellt, dass bei einer Eingliederung eines Klebebrackets mittels Adhäsivtechnik „neben Aufwendungen für Leistungen nach GOZ-Nr. 6100 auch Aufwendungen für Leistungen nach GOZ-Nr. 2197“ abgerechnet werden können. Die oft vorgetragene Auffassung der privaten Krankenkassen, eine Leistung nach GOZ-Nr. 2197 wäre in der Leistung nach GOZ-Nr. 6100 bereits enthalten, ist demnach unzutreffend. Aufgrund dieses zweitinstanzlichen Berufungsurteils können sich die Krankenkassen nicht mehr darauf berufen, es läge bisher nur erstinstanzliche Rechtsprechung von den untersten Gerichten vor.

Für den Fall, dass eine private Krankenkasse die Übernahme der Leistung nach GOZ-Nr. 2197 trotzdem ablehnen sollte, finden Sie unter beiliegendem Link ein Musterschreiben zu diesem Thema: http://blog.fasp.de/wp-content/uploads/2016/10/Musterbrief-GOZ-2197-neben-6100.pdf

Sie sind Kieferchirurg oder Zahnarzt? Wir helfen Ihnen gerne bei allen rechtlichen und steuerlichen Fragen rund um Ihre Berufsausübung. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns.

Miria Dietrich

Rechtsanwältin


Rechtstipp vom 14.10.2016

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