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Abzocke von Hausverkäufern – zu hohe Vorfälligkeitsentschädigung der Banken

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Hausverkäufer müssen häufig viel zu hohe Vorfälligkeitsentschädigungen zahlen

Statistisch wurde nun nachgewiesen, dass die Deutschen im Vergleich zu anderen europäischen Staaten wenig in die eigenen vier Wände investieren. Deutschland zählt zu den Staaten mit den wenigsten Haus- oder Grundstückseigentümern.

Hohe Vorfälligkeitsentschädigungen – wie kommt es dazu?

Es gibt viele Gründe, warum es in Deutschland so wenige Eigentümer gibt. Der Wohnungsmarkt ist so stark umkämpft wie nie. In vielen deutschen Städten steigen die Immobilienpreise dadurch weiter an. In den sieben größten Städten Deutschlands sollen sich die Preise für Wohnimmobilien zwischen 2010 und 2017 fast verdoppelt haben. Hat man sich doch zu einem Immobilienkauf entschieden, ist dies mit immens hohen Kosten verbunden.

Neben den sehr hohen Grunderwerbsteuern in vielen Bundesländern können die Maklerprovisionen sehr hoch ausfallen. Wer zur Finanzierung der Immobilie einen Kredit aufgenommen hat und seine Immobilie wieder veräußert, kann mit weiteren finanziellen Forderungen rechnen. Wird der Verkaufserlös der Immobilie zur vorzeitigen Rückzahlung des Kredits verwendet, wird eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung der Bank erhoben. Die Bank will damit für die entgangenen Zinsen entschädigt werden.

Eine verfrühte Kündigung des Kreditvertrages kann eine Vorfälligkeitsentschädigung von bis zu 20.000 Euro zur Folge haben. Leider wird dies nur selten angesprochen. Auf Anfrage teilten die Bankenverbände sogar mit, dass die Höhe der Entschädigungen der verschiedenen Banken gar nicht bekannt sei.

Zu hohe Vorfälligkeitsentschädigung: Widerruf anwaltlich prüfen lassen

Grundsätzlich kann eine Vorfälligkeitsentschädigung nach europäischem Recht als sinnvoll eingestuft werden. Kündigt ein Kreditnehmer sein Darlehen vorzeitig, entfallen den Banken Zinsen, die zuvor vertraglich zugesichert wurden. Schwierig wird die Situation, wenn die Banken einen Vorteil aus der Vorfälligkeitsentschädigung ziehen wollen und zu hohe Summen berechnen.

Die Tricks der Banken – zu hohe Vorfälligkeitsentschädigung

Banken ziehen dabei verschiedene Vorgehensweisen heran:

  • Sondertilgungsrechte: Banken suggerieren dabei, der Kreditnehmer würde alle möglichen Sondertilgungen vornehmen, wenn sie den entgangenen Zinsgewinn berechnen.
  • Risikozuschlag: Bei Kunden mit wenig Eigenkapital, die den Kredit nun komplett zurückzahlen, hat die Bank kein Risiko mehr und muss dementsprechend den Zuschlag von ihrem möglichen Schaden abziehen.
  • Entfallende Kosten: Die entfallenden Kosten werden vom potentiellen Schaden abgezogen. Steht der Kredit nicht mehr in den Büchern der Banken, fallen dementsprechend keine Kosten der Bank für den Kredit an.

Vorfälligkeitsentschädigungen zu hoch – Bundesregierung wollte Problem gelöst haben

Eine Arbeitsgruppe der Bundesregierung sollte das Problem der überhöhten Vorfälligkeitsentschädigungen lösen. Aufgrund fehlender Übereinstimmung wird es dagegen noch dauern, bis eine Lösung gefunden wird. Die Verbraucherzentrale Bremen schlug vor, dass Banken bereits bei Vertragsschluss den Unterschied zwischen dem Zins, den sie vom Kunden bekommen und dem Zins, den sie selbst für eine vollständig risikofreie Refinanzierung des Darlehens zahlen, festlegen. Dieser Vorschlag wurde bisher allerdings nicht angenommen, sodass eine Neuregelung noch andauern wird.

Wichtig ist daher, dass Kreditnehmer auf ihre Sondertilgungsklausel achten. Weiterhin sollte geprüft werden, welche Möglichkeiten es für erhöhte Tilgungsraten gibt, mit denen die Darlehensrückzahlung später beeinflusst werden kann.

In vielen Fällen ist die Vorfälligkeitsentschädigung fehlerhaft. Daher sollte bei einer Vorfälligkeitsentschädigung auf jeden Fall juristischer Rat hinzugezogen werden.

Ausweg aus der Vorfälligkeitsentschädigung: Widerrufsjoker Darlehen

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