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ACCESSIO-Anleger bekommen alles zurück. Münchener Direktbank Dab Bank AG haftet

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Der für das Bankrecht zuständige 5. Zivilsenat des Münchener Oberlandesgerichts hat die DAB Bank AG verurteilt. Sie muss den ersten Anlegern alle Schäden aus fehlgeschlagenen ACCESSIO-Investments ersetzen.

Die ACCESSIO AG hatte über sogenannte Zins-Kombi-Konten bis zu 40.000 überwiegend ganz sicherheitsorientierten Kunden hochspekulative Wertpapiere vermittelt. Die meisten Emittentinnen, beispielsweise die Cargofresh AG, die Pongs & Zahn AG, die loginet3 AG (früher Ponaxis AG), die Konservenfabrik Zachow GmbH & Co. KG und die Südfinanz Holding AG sind mittlerweile insolvent. Die Anleger haben in den Fällen alles verloren.

Und sie fühlen sich betrogen. Zu Recht. Das Oberlandesgericht bestätigte jetzt die Einschätzung der auf das Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte (www.bankrecht24.de). „Wir sind der Meinung, dass das Geschäftsmodell des Itzehoer Finanzdienstleisters sittenwidrig gewesen ist. Die haben an und für sich risikoaversen Anlegern ausgesprochen verlustträchtige Investments angedient und aus den Vermittlungs- und Bestandspflegeprovisionen sehr viel Kapital gezogen,“ sagt die geschäftsführende GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwältin Catia das Neves Sequeira.

Das überzeugte die Richter. Sie bejahten die Sittenwidrigkeit. „Und im nächsten Schritt mussten wir,“ ergänzt die Hamburger Anlegeranwältin Sequeira, „nachweisen, dass die Direktbank das gewusst und gefördert hat.“

Das gelang den Hamburger Anlegeranwälten auch. Denn ein Mitglied des Aufsichtsrats der ACCESSIO AG war gleichzeitig ein Mitarbeiter der Bank. Mit Gesamtprokura. Sie konnten nachweisen, dass der ehemalige Prokurist an einer Aufsichtsratssitzung der ACCESSIO AG teilgenommen hatte, bei der das vernichtende Ergebnis einer durch die BaFin durchgeführten Sonderprüfung erörtert wurde. „Die Finanzaufsicht hatte nach sehr vielen Kundenbeschwerden eine Sonderprüfung nach § 44 Abs. 1 KWG angeordnet und die Prüfer kamen in allen 1.111 Stichproben zu dem Erkenntnis, dass den ACCESSIO-Kunden Wertpapiere verkauft worden waren, die nicht ihrer Risikoklasse entsprechen.“

Betroffene, raten die Hamburger Rechtsanwälte, sollten jetzt von einem auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt alle in Betracht kommenden Schadensersatzansprüche prüfen lassen.


Rechtstipp vom 24.02.2015

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