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Achtung! Unternehmensdatenbank.info wedet sich an Gewerbe - Industrie - Handel und will ???

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Liebe Leser oder Betroffene,

Unternehmensdatenbank.info droht mit Verspätungszuschlag und fordert auf innerhalb von 2 Tagen Unternehmensdaten zu übermitteln.

Sie sind verwirrt? So geht es vielen Gewerbetreibenden in den letzten Wochen

Überschrieben mit „Unternehmensdatenbank.info" - gereichtet an Gewerbe - Industrie - Handel und tituliert als „wichtiges Dokument, bitte fristgerecht bearbeiten".

So kommt dieses Schreiben als Faxsendung bei Gewerbetreibenden an. Uns vorliegende Faxe wurden am 28.09.2011 verschickt und sollten bis spätestens 30.09.2011 zurückgeschickt werden um einen Verspätungszuschlag zu vermeiden.

Unterhalb dieser Ankündigung befindet sich eine Tabelle, die man ausgefüllt an eine Stuttgarter Faxnummer senden soll (Obwohl die Firmenadresse laut Briefkopf Hamburg ist).

In der Tabelle abgefragt werden die üblichen Unternehmensdaten: Branche, Firmenbezeichnung, Geschäftsführer, Adresse und Kontaktdaten wie Fax Telefon und @-mailadresse. Das unterste Feld der Tabelle ist Stempel und Unterschrift vorbehalten.

Wer dieses Formular ausfüllt und unterschrieben an die Faxadresse zurückschickt läuft Gefahr einen Vertrag mit einer Laufzeit von 2 Jahren a 480,-€uro netto abzuschließen.

Das tückische an diesem Formular ist, dass es durch den Diktus der Überschrift und der ersten 2 Absätze den Eindruck vermittelt, man wäre verpflichtet das Formular ausgefüllt zurückzuschicken.

„Das ist Abzocke!" schreien da ganz viele, die plötzlich mit einer Rechnung, Zahlungsaufforderung oder Inkassoschreiben konfrontiert werden, Chefs schimpfen mit ihren Mitarbeitern, die leichtfertig unterschrieben haben und andere ärgern sich und zahlen oder zahlen einfach ohne sich Gedanken zu machen.

Leider sind diese Schreiben oft sehr gut formuliert und bewegen sich somit in einer legalen Grauzone. Es gibt durchaus Richter, die von einem Kaufmann verlangen, dass er sich gewissenhaft alles durchliest bevor er es unterschreibt.

Was kann bzw. sollte man tun, sofern man das Faxformular leichtfertig ausgefüllt und unterschrieben hat?

Angeraten ist: der Zahlungsaufforderung zu widersprechen, einen etwaigen Vertragsschluss zu widerrufen, hilfsweise den Vertrag anzufechten und äußerst hilfsweise die Kündigung zu erklären.

Auch wenn es um „kleine" Beträge geht, sollten Sie sich vor Überweisung über die Rechtmäßigkeit der Forderung Gewissheit verschaffen. Eine Rückforderung des Betrages lässt sich in der Regel mangels „Ansprechpartner und/oder Verantwortlichem" bei solchen dubiosen Firmen kaum durchsetzen.

Sollten Sie einen Vertrag abgeschlossen haben und nicht so recht wissen ob und wie Sie da wieder rauskommen, können Sie mich gerne kontaktieren.

Max Jelinek

Rechtsanwalt & Mediator

Tel. 08075 2980710

mobil 0173 9590717

Fax 08075 29807109

office@imkki.de


Rechtstipp vom 10.10.2011
aus dem Rechtsgebiet Kaufrecht

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