Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

AktienPower AG: Anlagefirma pleite – Vermittler muss Schadensersatz leisten

Rechtstipp vom 21.01.2011
(20)
Rechtstipp vom 21.01.2011
(20)

Wenn Anleger ihr Geld in windige Unternehmen investiert haben und diese Pleite gehen, kann bei erkennbarer Falschberatung auch der Vermittler des Anlagemodells in die Haftung genommen werden. Darauf weist der Heidelberger Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Mathias Nittel hin, dessen Kanzlei vor dem Amtsgericht Karlsruhe ein aktuelles Urteil zu Gunsten einer geprellten Kapitalanlegerin erstritten hat.

Die Geschädigte hatte auf die Empfehlung eines Finanzberaters hin mehr als 2.000 Euro aus einem Bausparvertrag abgezogen und damit nicht börsennotierte Aktien des schweizerischen Finanzunternehmens AktienPower AG gesteckt. Der vermeintliche Renditebringer erwies sich jedoch als Reinfall ersten Ranges: Anfang 2008 ordnete die eidgenössische Bankenkommission die Liquidation des Unternehmens wegen unerlaubter Wertpapiergeschäfte an, wenige Monate später wurde das Konkursverfahren eröffnet. Sämtliche Versprechungen Alfredo Cutis, den Geschädigten Wiedergutmachung zu leisten wurden bisher nicht eingehalten. So schloss er mit vielen Anlegern Verträge, in denen er sich zum Rückkauf der Aktien verpflichtete; allerdings war in den allermeisten Fällen schon nach der ersten Rate bereits Schluss, weitere Zahlungen blieben aus.

Daraufhin verklagte die Anlegerin mit Unterstützung der Kanzlei Nittel den Vermittler, der ihr die wertlos gewordenen Aktien empfohlen hatte. Das Karlsruher Amtsgericht erkannte schwerwiegende Beratungsfehler, weil der Finanzvermittler die Klägerin nicht ausreichend über die Risiken des außerbörslichen Aktieninvestments aufgeklärt hatte. Nun muss dieser die Geschädigte so stellen, als hätte sie den Bausparvertrag nicht aufgelöst und auch keine Aktien erworben, und muss ihr die ursprünglich angelegte Summe zuzüglich Zinsen zurückzahlen.

„Dieses Urteil zeigt, dass Anleger auch bei einer Pleite der Anlagefirma eine Chance haben, ihr Geld wieder zurückzubekommen", betont Rechtsanwalt Michael Minderjahn, der die Klägerin vertreten hat. Auch und vor allem die vielen Anleger, die sich notgedrungen nochmals auf Alfredo Cutis Rückkaufsangebot eingelassen haben, können immer noch bei ihren Berater Regress nehmen, die ihnen die Anlage empfohlen haben. Ob Schadensersatzansprüche gegen den Vermittler windiger Anlagemodelle aufgrund von Beratungsfehlern vorliegen können, sollten geprellte Investoren am besten von einem auf Bank- und Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt klären lassen.

Mathias Nittel

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Hans-Böckler-Staße 2A

69115 Heidelberg

Tel.: 06221-91577-0

Fax: 06221-91577-29

mail: nittel@nittel.co

Internet : www.nittel.co

Über Nittel | Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Die Anwälte von Nittel | Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht in Heidelberg vertreten seit Jahren erfolgreich private und institutionelle Anleger gegen Banken, Vermögensverwalter, Anlageberater und sonstige Finanzdienstleister sowie Emittenten von Anlageprodukten. Darüber hinaus betreuen wir Bankkunden in bank- und kreditrechtlichen Fragestellungen.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Alle Rechtstipps von Rechtsanwalt Mathias Nittel (Kanzlei Mathias Nittel)

Damit Sie wissen, wann Sie im Recht sind

Neue Urteile, hilfreiche Tipps und Kurioses im wöchentlichen anwalt.de-Newsletter.