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Aktuelle Abmahnungen der Kanzlei Waldorf Frommer

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Die Kanzlei Waldorf Frommer mahnt aktuell für verschiedene Rechteinhaber Internetnutzer wegen des Vorwurfs der rechtswidrigen öffentlichen Zugänglichmachung unterschiedlicher Urheberechtlich geschützter Werke ab.

Aktuell sind folgende Werke betroffen:

  • Fack ju Göhte
  • 3 Days to kill
  • Modern Family (Serie)

Aufgrund der sogenannten tatsächlichen Vermutung, die gegen den Inhaber des Internetanschlusses besteht machen die Rechtsanwälte der Kanzlei Waldorf Frommer gegen den Inhaber des Internetanschlusses Ansprüche auf Unterlassung der Rechtsverletzung, Erstattung der Kosten für die Abmahnung und Schadenersatz geltend.

Die Zahlungsansprüche setzen sich aus der Forderung auf Ersatz der Rechtsanwaltskosten und einer Schadenersatzforderung zusammen.

Bei einem Film werden die Rechtsanwaltskosten stets mit  215 € beziffert. Der geforderte Schadenersatzbetrag bei einem Film beträgt 600 €.  

Bei einer Serie werden die Rechtsanwaltskosten mit 169,50 € angesetzt, dazu addiert sich ein Schadenersatzbetrag von 300 €, wenn es sich nur um eine Episode einer Serie handelt. Der geforderte Schadenersatzbetrag steigt deutlich, wenn mehrere Folgen einer Serie Gegenstand der Abmahnung sind.

Abmahnungen der Kanzlei Waldorf Frommer sollten unbedingt ernst genommen werden. Die Kanzlei macht die Ansprüche aus der Abmahnung häufig gerichtlich geltend. Falls Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen haben, beachten Sie bitte meine Hinweise dazu. Diese finden Sie hier:

http://kanzlei-kramarz.de/2014/aktuelles/was-tun-bei-gerichtlichem-mahnbescheid-nach-einer-urheberrechtlichen-abmahnung/

Falls Sie verklagt worden sind, sollten Sie unbedingt einen Rechtsanwalt hinzuziehen.

Rechtslage

Bereits im Jahr 2010 hat der Bundesgerichtshof in der Entscheidung „Sommer unseres Lebens“ (BGH, Urteil v. 12.05.2010, Az. I ZR 121/08) entschieden:

„Wird ein geschütztes Werk der Öffentlichkeit von einer IP-Adresse aus zugänglich gemacht, die zum fraglichen Zeitpunkt einer bestimmten Person zugeteilt ist, so spricht zwar eine tatsächliche Vermutung dafür, dass diese Person für die Rechtsverletzung verantwortlich ist.“

Damit ist der Anschlussinhaber zunächst für die Rechtsverletzung haftbar.

Wie, ob und  unter welchen Voraussetzungen tatsächlich eine Haftung besteht ist immer Frage des Einzelfalls. Denn wie die  tatsächliche Vermutung entkräftet werden kann, wird von den Gerichten für unterschiedliche Fallkonstellationen unterschiedlich beurteilt. In  zwei neueren Entscheidungen des Bundesgerichtshofs wurden die Haftungsfragen rund um die Teilnahme an Internet-Tauschbörsen weiter konkretisiert (BGH, Urteil vom 15. November 2012, Az. I ZR 74/12, „Morpheus“; Urteil vom 8. Januar 2014, Az. I ZR 169/12, „BearShare“).

Was tun ?

Daher sollten Betroffene vor Abgabe einer Unterlassungserklärung und vor einer Einlassung gegenüber der Gegenseite einen Rechtsanwalt konsultieren. Dieser wird  die Frage klären, ob der Anschlussinhaber haftbar ist. Dabei ist zu berücksichtigen, welches Gericht für den Anschlussinhaber zuständig wäre. Ob nach den dort aufgezeigten Grundsätzen eine Haftung besteht ist immer Frage des Einzelfalls. Keinesfalls sollte die vorformulierte Unterlassungserklärung voreilig unterschrieben werden.

Ihr Ansprechpartner - bundesweit

Rechtsanwalt Kramarz steht Ihnen für Ihre Fragen zu Abmahnungen zwischen 7 und 22 Uhr telefonisch und per E-Mail zur Verfügung.

 


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Urheberrecht & Medienrecht

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