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Aktuelle Psychotherapie-Richtlinie vom 01.04.2017

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Seit dem 01.04.2017 gelten – ausgehend von einer Strukturreform der ambulanten Psychotherapie – Neuerungen. Diese betreffen vor allem die drei folgenden Bereiche.

Die psychotherapeutische Sprechstunde

Gem. § 1 Abs. VIII der zum 01.04.2017 in Kraft getretenen Psychotherapie-Richtlinie ist „die telefonische persönliche Erreichbarkeit zur Terminkoordination … zu definierten und zu veröffentlichenden Zeiten zu gewährleisten“, d. h. bei einem vollen Versorgungsauftrag eine telefonische/persönliche Erreichbarkeit von 200 Minuten pro Woche in Einheiten von mindestens 25 Minuten bzw. – bei einem hälftigen Versäumnisaufwand – 100 Minuten pro Woche in Einheiten von 25 Minuten. 

Die psychotherapeutische Akutbehandlung

Sie ist gem. § 13 Abs. 1 S. 2 Psychotherapie-RL „auf eine kurzfristige Verbesserung der Symptomatik ausgerichtet“ und „dient der Besserung akuter Krisen- und Ausnahmezustände“.

Die sog. Rezidiv-Prophylaxe

Sie ist integraler Bestandteil einer besonders nachhaltigen psychotherapeutischen Behandlung. Gem. § 14 Abs. 1 S. 2 Psychotherapie-RL sind zwischen Therapeut und Patienten „anstehende Entwicklungen, Aufgaben und Schwierigkeiten zu besprechen mit dem Ziel, zu erwartende kritische Ereignisse und Lebenssituationen zu identifizieren und Rückfälle zu vermeiden“.

Daneben kommt es zu Leistungserweiterungen im Jobsharing sowie zum Entfallen von Befugnisbeschränkungen (zu letzterem sind – vorbehaltlich der Prüfung durch das Bundesministerium der Gesundheit – die Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 16.03.2017 zu beachten).


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Medizinrecht

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