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Aktuelle Rechtslage Private Equity Future 03? Verjährung und Soforthilfe!

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Bei dem im Jahr 2008 von zahlreichen Banken, vor allem von der Deutschen Bank, vertriebenen Klimaschutzfonds Private Equity Future 03 drohen Schadensersatzansprüche auf 100 %ige Rückabwicklung unterjährig im Jahr 2018 zu verjähren.

Grund ist die tagegenau zu berechnende zehnjährige Höchstverjährungsfrist ab Beitritt.

Mitte des Jahres 2008 soll allein die Deutsche Bank insgesamt über 1600 Privatanleger für diesen geschlossenen Fonds eingeworben haben.

Dies bedeutet daher, dass im Laufe des Jahres 2018 alle denkbaren Schadensersatzansprüche endgültig verjähren werden.

Wie bei zahlreichen weiteren Publikumsfonds war die Kapitalanlage als sog. GmbH & Co. KG konzipiert, sodass sich die Anleger entweder direkt als Kommanditisten oder als mittelbare Treugeber beteiligen konnten.

Die Besonderheit bei diesem Beteiligungsangebot lag darin, dass die Wölbern Private Equity Futur 03 als Hybridfonds konzipiert wurde, also selbst in Zielfonds investierte. Bei diesen handelt es sich z. B. um mehrere Private Equity Fonds, die schwerpunktmäßig im Bereich Venture Capital investieren.

Insofern handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung mit einem grundsätzlichen Totalverlustrisiko sowie dem Risiko der Rückzahlungen der erhaltenen Ausschüttungen (Risiko des Wiederauflebens der Kommanditistenhaftung).

Es existieren auch schon Entscheidungen gegen beratende Banken auf Rückabwicklung wegen Falschberatung.

Falsch beratene Anleger sind als nicht schutzlos und können noch innerhalb der Verjährungsfrist (tagegenau zehn Jahre ab Beitritt) Schadensersatzansprüche z. B. gegen die beratenden Banken (z. B. Deutsche Bank) geltend machen.

Der Anleger wird dann so gestellt, als hätte er den Fonds nicht gezeichnet.

Rückabwicklung über Beraterbanken möglich!

Banken müssen nämlich über sämtliche unternehmerische Risiken sowie produktspezifische Besonderheiten vollständig und zutreffend aufklären, tun sie das nicht, begründet dies Schadensersatzansprüche aufseiten der Anleger gegen die Banken.

Daneben müssen die Berater vor allem die Anleger ungefragt über die Existenz und die genaue Höhe der zugeflossenen Rückvergütungen (Kickbacks) aufklären. Tun sie dieses nicht, haften sie bereits aufgrund dieser nicht erfolgten Aufklärung. Unter Berufung auf die sog. Kick-Back-Rechtsprechung konnten vielfach Anleger in anderen Fällen Schadensersatz von den beratenden Banken und Sparkassen erhalten. Es handelt sich im Übrigen auch um einen vielversprechenden Ansatz, um die Vergleichsbereitschaft der Beraterbanken zu erhöhen.

Für eine unverbindliche und kostenfreie Ersteinschätzung kann der Kontakt mit der Kanzlei aufgenommen oder der Fragebogen der Kanzlei auf der Homepage verwendet werden. Wir koordinieren sodann die weiteren Maßnahmen.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Eser betreut persönlich die vorgelegten Fälle. Herr Rechtsanwalt Eser vertritt seit nunmehr fast 15 Jahren bundesweit Anleger wegen fehlerhafter Aufklärung und Beratung und Prospekthaftung. Im Studiengang Finanzdienstleistungen ist er auch nebenberuflich als Lehrbeauftragter bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg tätig.


Rechtstipp vom 19.02.2018

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