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Altkredite bei der Sparkasse noch sechs Wochen widerrufbar

Rechtstipp vom 12.05.2016
Rechtstipp vom 12.05.2016

Sparkassen-Kunden, die zwischen 2002 und 2012 einen (Immobilien-)Darlehensvertrag abgeschlossen haben, können diesen Darlehensvertrag noch sechs Wochen lang widerrufen. Und das auch, wenn die vertragliche Widerrufsfrist längst verstrichen ist. In eben jenen Jahren gaben diverse Sparkassen fehlerhafte Widerrufsbelehrungen mit ihren Vertragsunterlagen heraus. Das führte nach damaliger Rechtslage zum Gelten eines gesetzlichen, unbefristeten Widerrufsrechts. Dieses Widerrufsrecht ist inzwischen befristet worden, gilt für sogenannte Altfälle allerdings nur noch exakt sechs Wochen (bis zum 21. Juni 2016). Sparkassen-Kunden im gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland finden sich also unverhofft in einer rechtlich vorteilhaften Position wieder, von der sie unter allen Umständen Gebrauch machen sollten.

Widerruf von Sparkassen Darlehen kann sich auszahlen – Vorfälligkeitsentschädigung sparen, Umschuldung vornehmen!

Ein später Widerruf von Altkrediten bei der Sparkasse kann sich für den Verbraucher lohnen, denn es kann im Zweifel viel Geld gespart werden. Durch einen Widerruf wird eine Umschuldung ermöglicht, weil der Darlehensvertrag einer Rückabwicklung unterzogen wird. Genauer gesagt, werden infolge des Widerrufs alle Leistungen aus dem Vertragsverhältnis wechselseitig zurückgewährt. Der Sparkassen-Kunde erhält also alle gezahlten Zinsen, Gebühren und Raten zurück. Gleichzeitig muss er das Darlehen zurückerstatten. Hier setzt die Umschuldung an, der Darlehensnehmer nimmt ein neues Darlehen in Zeiten historisch niedriger Zinsen auf. So können sich Sparkassen-Kunden die im Vergleich zu heute enorm hohen Gebühren und Zinsen sparen. Dazu kommt, dass der Kunde an die Sparkasse keine Entschädigung für das vorzeitige „Beenden“ des Vertragsverhältnisses zahlen muss. Bei einer Kündigung fällt solch eine Zahlung in Form der sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung an. Durch diesen gewieften Schachzug konnten in Einzelfällen schon fünfstellige Beträge von Verbrauchern eingespart werden.

Verwenden fehlerhafter Widerrufsbelehrungen Grundlage für nachteilige Position der Sparkassen

Grundlage für diesen Vorteil für Kunden verschiedenster Sparkassen ist eine verbraucherfreundliche Regelung aus dem Jahr 2002. Diese schrieb vor, dass Verbraucher, die fehlerhaft vom Kreditinstitut über ihre Widerrufsrechte belehrt worden sind, ihren Darlehensvertrag unbefristet widerrufen können. Fehlerhaft ist eine Widerrufsbelehrung vor allem, wenn sie gegen das gesetzliche Deutlichkeitsgebot aus § 355 Abs. 2 BGB a.F. verstößt. Dieses schreibt eine unmissverständliche und vollumfängliche Belehrung des Kreditnehmers vor, keine Zweifel oder Fragen dürfen für einen objektiv besonnenen Kunden bestehen. Genau gegen dieses Gebot verstießen die Sparkassen, indem sie das gesetzliche Muster missachteten und wichtige Details nur unpräzise oder gar nicht erwähnten.

So waren beispielsweise Pflichtangaben zum Beginn der Widerrufsfrist nur unvollständig aufgeführt. Der Sparkassen-Kunde konnte der Belehrung demnach nicht entnehmen, wann genau die Widerrufsfrist einsetzte und fand sich in einem entschiedenen Nachteil gegenüber dem Kreditinstitut wieder. Höchstrichterlich ist bestätigt worden, dass allein solch ein Fehler schon unzulässig und die Fehlerhaftigkeit der Widerrufsbelehrungen der Sparkassen somit begründet ist. Das gesetzliche, ehemals unbefristete Widerrufsrecht dürfte den meisten Sparkassen Kunden zustehen.

Mit Werdermann | von Rüden Widerruf gegenüber der Sparkasse rechtzeitig durchsetzen!

Die Zeit rennt. In exakt sechs Wochen ist das Widerrufsrecht für Kunden der Sparkasse passé. Die Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet jetzt eine kostenlose Erstberatung, um Verbrauchern zu ermöglichen, ihre Widerrufsrechte gegenüber Kreditinstituten rechtzeitig durchzusetzen. Die Kanzlei Werdermann | von Rüden ist seit langem auf dem Gebiet des Verbraucherschutzes tätig und blickt mit einem Team hochqualifizierter Anwälte auf einen großen Erfahrungsschatz und eine sehr hohe Erfolgsquote zurück.

Weitere Informationen, insbesondere zur kostenlosen Erstprüfung, finden Sie unter: https://www.wvr-law.de/widerruf-immobilienkredit-ohne-vorfaelligkeitsentschaedigung

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  2. Wir sagen Ihnen, wie die Gerichte gerade zu Ihrem Fall entscheiden.
  3. Wir nennen Ihnen Ihr Einsparpotential beim Widerruf.
  4. Wir sagen Ihnen, was die Rechtsdurchsetzung kostet.
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Rechtstipp aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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