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Anhebung des Mindestlohns

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Ab 2016 erhöht sich in der Tschechischen Republik der Monats- und Stundensatz des Mindestlohns. Zu der Änderung kommt ab Januar 2016 dank einer neuen Regierungsverordnung. Es kommt also zu einer Erhöhung des Mindeststundensatzes von aktuell 55 CZK auf 58,70 CZK und des Mindestmonatssatzes von 9200 auf 9900 CZK. Eine Erhöhung des Mindestlohns bezieht sich auch auf Angestellte mit einer Invalidenrente. Ihr minimaler Monatssatz erhöht sich von 8000 auf 9300 CZK. Ungeachtet des Mindestlohnanstiegs gehört die Tschechische Republik im Rahmen der EU aber immer noch zu den Ländern mit dem niedrigsten gesetzlichen Mindestlohn und ermöglicht damit Unternehmen, qualifizierte Arbeitskräfte bei minimalen Fixkosten zu nutzen.

In der Zukunft könnte das Niveau des Mindestlohns bis zu 40 Prozent des Durchschnittslohns erreichen, der aktuell bei 25.306 CZK monatlich liegt. Eine solche Anhebung würde zwar zu höherer Beschäftigung motivieren, faktisch aber auch zu einer Ausweitung illegaler Beschäftigung (Schwarzarbeit – sog. Švarcsystem) und dem Risiko von Kontrollen seitens der zuständigen Behörden führen. Falls Unternehmen den Lohnkostenanstieg durch Herabsetzung des Personalbestands auszugleichen beabsichtigen, muss der strikte Schutz des Arbeitsgesetzbuchs berücksichtigt werden, um das Risiko von Gerichtsprozessen bei ungültiger Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Lohnersatz zu vermeiden. In beiden Situationen (Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Gewerbetreibenden und Beendigung von Arbeitsverhältnissen) ist Vorsicht geboten, damit die eingesparten Kosten letztendlich im Vergleich zu weiteren Ausgaben infolge einer Unterschätzung der Risiken nicht vernachlässigbar sind.


Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Arbeitsrecht Tschechisches Recht

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