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Anlagebetrug in der Schweiz? Wir helfen Ihnen!

  • 5 Minuten Lesezeit

Sie wurden Opfer eines Anlagebetrugs und kommen aus der Schweiz? Für uns ist das kein juristisches Problem. Unsere Kanzlei ist auf Trading-Betrug spezialisiert und hilft Mandantinnen und Mandanten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleichermaßen. Für unsere Mandanten prüfen wir Schadensersatz gegen Broker und werden sofort tätig, falls der Broker Ihr Geld nicht auszahlt

Wir bieten jeder betroffenen Person folgenden kostenfreien Service an:

  1. Schicken Sie uns eine Mail
  2. Schildern Sie den Sachverhalt (inklusive, dass Sie aus der Schweiz sind)
  3. Erwähnen Sie bitte, um welchen Broker es sich handelt und weshalb Sie einen Anlagebetrug vermuten
  4. Sie erhalten von uns eine kostenfreie Ersteinschätzung auf Grundlage des schweizerischen Rechts!

Profitieren Sie von unserer Erfahrung. Wir haben bereits eine Vielzahl von Fällen des Anlagebetrugs bearbeitet, die den Tatschwerpunkt in der Schweiz hatten. Daher argumentieren wir in der juristischen Bearbeitung auf Grundlage des schweizerischen Rechts. Wir wissen genau, welche Stellen in der Schweiz involviert werden müssen und können unseren Mandanten daher einen effektiven und schnellen Rechtsbeistand gewähren. 

Fallschilderung eines Anlagebetrugs aus der Schweiz!

Unser Mandant aus der Schweiz wurde im Dezember 2021 durch eine Werbung auf YouTube auf die Plattform Rocketchart aufmerksam. Insbesondere die Möglichkeit, mit nur wenig Startkapital die Plattform testen zu können, weckte das Interesse unseres Mandanten. In der Werbung wurde Bill Gates gezeigt, es war die Rede von einem „Quantum System“, um Vorteile beim Trading erzielen zu können. Der Link ist nach wie vor funktionsfähig und führt zu der Anmeldeseite, auf der sich unser Mandant angemeldet hatte. Rocketchart gab sich hier als Unternehmen aus der Schweiz aus. Aus unseren anderen Fällen des Anlagebetrugs wissen wir, dass Rocketchart nicht in der Schweiz angesiedelt ist.

Nach der Anmeldung wurde unser Mandant am gleichen Tag von einer Frau Emily Clark telefonisch kontaktiert. Es wurde eine schweizerische Rufnummer verwendet. Sie erklärte, dass sie unserem Mandanten bei der Erstellung eines Tradingkontos bei Rocketchart helfen würde. Sie hatte einen schweizerischen Dialekt. Es wurde die Software Anydesk installiert und unser Mandant musste sich mit einem Scan seines Reisepasses verifizieren. Vertragsunterlagen oder Dokumente zur Kontoeröffnung erhielt unser Mandant von Rocketchart nicht.

Was passierte dann beim Broker-Betrug unseres schweizer Mandanten?

Da unser Mandant bereits über einen Account bei der Kryptobörse verfügte, griff Frau Clark über Anydesk auf das Coinbase-Konto unseres Mandanten zu und nahm eine Einzahlung von dort zu Rocketchart vor. Es wurde ein kleiner Betrag von 0,01 Ethereum (ETH) von Coinbase abgebucht und zu Rocketchart geschickt. Frau Clark erwähnte auch, dass dies in der Schweiz üblich sei und man keine größeren Summen am Anfang versenden könne - was natürlich nicht stimmte und nur Vertrauen erwecken sollte. Diese Schilderung kennen wir aus vielen Fällen des Anlagebetrugs.

Unser Mandant wurde dann von einem Herrn Frank Huberwirt kontaktiert. Dieser informierte unseren Mandanten über die Möglichkeiten des CFD-Handels und schweizerische Regularien hierzu. Es ergab sich, dass unser Mandant dann wöchentlich 2-3 mal telefonischen Kontakt mit Herrn Huberwirt hatte. Hierbei hat unser Mandant über seinen Browser den Webtrader von Rocketchart aufgerufen und bekam Anweisungen von Herrn Huberwirt, welche Tradingposition zu schließen wäre. Die Telefonate dauerten stets nur wenige Minuten und wurden teilweise mit einer Rufnummer aus der Schweiz, aber auch aus England geführt.

Weitere Einzahlungen erfolgten vom Girokonto unseres Mandanten auf sein Coinbase-Konto. Dort wurden Kryptowährungen erworben und zu Rocketchart geschickt. Auf die Kryptowallets von Rocketchart hat unser Mandant keinen Zugriff, sodass er die dorthin übersandten Kryptowährungen nicht an sich selbst zurückschicken kann. Einen Anlagebetrug vermutete unser Mandant hier noch nicht.

Zwischenzeitlich erhielt unser Mandant ein Dokument von Coinbase, das als „INVOICE“ gekennzeichnet wurde. Darin ist zu sehen, dass unser Mandant angeblich eine hohe Summe bei Coinbase aufweisen würde. Wir halten dieses Dokument jedoch für eine Fälschung, es stammt vermutlich nicht von Coinbase.

Der Anlagebetrug ging leider weiter! 

Im weiteren Verlauf wurde unser Mandant dann neben Herrn Huberwirt auch von einem Herrn Paul Van Houven betreut. Herr Van Houven hatte einen holländischen Akzent. Es wurde mitgeteilt, dass Herr Huberwirt angeblich erkrankt sei und daher Herr Van Houven die weitere Betreuung vornehmen müsse.

Unserem Mandanten wurde seitens Rocketchart Druck gemacht, weitere Einzahlungen zu veranlassen. Ein Anlagebetrug war hier für unseren Mandanten aus der Schweiz noch nicht endgültig zu erkennen. Es seien Versicherungssummen an ein anderes Unternehmen in der Schweiz zu zahlen, ansonsten würde das Tradingkonto ins Minus rutschen. Auch von zu zahlenden Provisionen war die Rede. Zu Beginn war das Tradingkonto bei Rocketchart deutlich im Plus, allerdings rutschte es nach und nach ins Minus.

Insgesamt überwies unser Mandant im Verlaufe des Anlagebetrugs 150.000,00 Schweizer Franken an den betrügerischen Broker. 

Zwar hat unser Mandant Teilauszahlungen gefordert, diese wurden aber unter Verweis auf den Minusstand des Tradingkontos nicht gewährt. Unser Mandant hat nach wie vor die Logindaten zu seinem Konto bei Rocketchart und es kann noch immer dort alles eingesehen werden. Auszahlungen können hingegen nicht vorgenommen werden. Als er einsah, dass er einem Trading-Betrug aufgesessen war, informierte sich unser Mandant und schaltete uns ein.

Wir helfen Mandanten aus der Schweiz bei Trading-Betrug!

Falls auch Sie von solch einem Fall des Anlagebetrugs betroffen sein sollten, melden Sie sich gern bei uns. Wir sind auf die juristische Aufarbeitung, Recherche und Verfolgung von betrügerischen Brokern spezialisiert. Gern werden wir unverzüglich für Sie tätig und setzen alle rechtlichen Hebel in Bewegung, um Ihr Geld zurückzuholen

Es ist darauf hinzuweisen, dass viele unseriöse Online-Broker letztlich ein Finanzinstitut im Sinne des Finanzinstitutsgesetz (FINIG - Schweiz) sind und die entsprechenden schweizerischen, gesetzlichen Anforderungen für Finanzinstitute nicht eingehalten werden.

Da wir eine Vielzahl schweizerischer Mandanten betreuen, wissen wir, welche Rechtslage besteht und wie wir vorzugehen haben. Daher können wir effektiv und vor allem schnell tätig werden.

Foto(s): Rechtsanwalt Thomas Feil

Rechtstipp aus dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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