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Anleger obsiegt in Sachen Life Trust Sechs GmbH & Co. KG , keine Aufklärung über das Blindpoolrisiko!

In einem vor dem Landgericht Köln geführten Schadensersatzprozess, konnte der Prozessbevollmächtigter des klagenden Anlegers, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Kemal Eser, für seinen Mandanten eine obsiegende Entscheidung gegen einen freien Anlageberater erstreiten.

Mit Urteil des Landgerichtes Köln vom 05.03.2015, Az. 30 O 396 / 13, wurde der beklagte freie Anlageberater zu Schadensersatz verurteilt.

Der klagende Anleger begehrte mit seiner Klage die Rückabwicklung der vermittelten unternehmerischen Beteiligung an dem geschlossenen Lebensversicherungsfonds Life Trust Sechs GmbH & Co. KG (Nominaleinlage 15.000,00 € zzgl. Agio 750,00 €).

Das Landgericht Köln stellte insbesondere fest, dass zwischen dem Kläger einerseits und dem Beklagten andererseits im Vorfeld des Anteilserwerbvorgangs im Juni 2007 ein Anlageberatungsvertrag zustande gekommen ist, denn nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme hat der Beklagte den Kläger über eine mögliche Kapitalanlage beraten.

Hierzu stellte das Landgericht Köln weiter fest, dass der Beklagte die ihm aus dem mit dem Kläger geschlossenen Anlageberatungsvertrag betreffenden Pflichten einer anleger- und anlagegerechten Beratung jedenfalls dadurch verletzt hat, dass er im Rahmen der mündlichen Beratungen fälschlicherweise behauptet hat, ein Blind Pool Risiko bestehe nicht.

Dies hat der Beklagte in seiner Vernehmung als Partei eingeräumt. Tatsächlich waren die Lebensversicherungen jedoch noch nicht erworben, so dass – wie der Prospekt selbst anführt, ggf. auf andere als die zunächst ausgewählten Versicherungen hätte zurückgegriffen werden müssen.

Die fehlerhafte Aufklärung über das Blind Pool Risiko hat der Beklagte auch gemäß §§ 280 Absatz 1 Satz 2, 276 BGB zu vertreten.

Für den Fall, dass Anleger in gleicher Weise fehlerhaft aufgeklärt und beraten worden sind, empfiehlt Rechtsanwalt Eser diesen Anlegern, sich von einem auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt zeitnah informieren und beraten zu lassen.

Insoweit droht möglicherweise schon zum Jahresende, wegen der Stichtagsregelung zum 31.12.2015, eine Verjährung möglicher bestehender Schadensersatzansprüche.

Als verjährungsunterbrechende Maßnahmen kommen insbesondere die Einreichung einer Klage sowie die Beantragung eines Mahnbescheides in Betracht.

Für eine erste kostenfreie Bewertung und Information der jeweiligen Sachlage können interessierte Anleger sich mit der Fachkanzlei Eser Rechtsanwälte in Verbindung setzen.

Für interessierte Anleger wird insoweit auch kostenfrei die Korrespondenz mit der Rechtsschutzversicherung geführt. Erfahrungsgemäß nimmt diese sehr viel Zeit in Anspruch, so dass die Anleger den dadurch entstehenden Zeitverlust mit einkalkulieren müssen.


Rechtstipp vom 13.04.2015
aus der Themenwelt Finanzen und Versicherung und dem Rechtsgebiet Bankrecht & Kapitalmarktrecht

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