Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen

Anspruch auf (zweitweise) Untervermietung von Wohnraum

(1)

Grundsätzlich kann ein Mieter gegen seinen Vermieter einen Anspruch auf (teilweise) Untervermietung seiner Wohnung haben. Dies kommt auch bei kurz- oder mittelfristiger Abwesenheit wegen eines Urlaubs oder eines Stundenaufenthaltes im Ausland in Betracht. Allerdings setzt dies voraus, dass der Mieter dem Vermieter konkret die Person benennt, an die er untervermieten will. Nur so wird der Vermieter in die Lage versetzt, eine Entscheidung zur Gestattung der Untervermietung zu treffen. Wird der Name nicht konkret mitgeteilt, ist die Anfrage nach Auffassung des AG Schöneberg (15 C 363/15) schlicht unwirksam.

Wird der potentielle Untermieter allerdings benannt, kann eine Verweigerung der Genehmigung des Vermieters zur Untervermietung grundsätzlich abhängig vom Einzelfall einen Schadensersatzanspruch begründen. Hieran sind aber strenge Anforderungen zu stellen. Nur eine ernsthafte und endgültige Verweigerung des Vermieters dürfte eine Pflichtverletzung im Sinne des § 280 BGB begründen. Mieter wie Vermieter sollten daher sehr genau prüfen, ob die Voraussetzungen eines Anspruches auf Untervermietung im konkreten Fall gegeben sind. Zu beachten ist dabei auch, dass die Mitteilung an den Vermieter so rechtzeitig erfolgt, dass dieser noch ausreichend Zeit zum Reagieren hat. Maßgeblich ist, dass der Vermieter in die Lage versetzt wird, die Person des beabsichtigten Untermieters auch tatsächlich zu überprüfen.


Rechtstipp vom 29.06.2016
aus der Themenwelt Wohnraummietvertrag und dem Rechtsgebiet Mietrecht & Wohnungseigentumsrecht

Sie haben Fragen? Gleich Kontakt aufnehmen!

Rechtstipps zum Thema

Rechtstipps des Autors

Ihre Spezialisten