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Anwaltshaftung - wer hat was zu beweisen?

Rechtstipp vom 28.01.2014
Rechtstipp vom 28.01.2014

Der Mandant hat die anspruchsbegründenden Tatsachen, der Rechtsanwalt die anspruchsvernichtenden Tatsachen zu beweisen.
Auch im Regressprozess gegen den (früheren) Anwalt gilt - wie in anderen Prozessen auch - der Grundsatz, dass der Anspruchsteller, also in diesem Fall der geschädigte Mandant, die für ihn günstigen Umstände darlegen und beweisen muss. Der Mandant trägt also die Beweislast für das Vorliegen einer Pflichtverletzung des Anwalts. Auch hat der Mandant den Ursachenzusammenhang zwischen dem Anwaltsfehler und dem eingetretenen Schaden zu beweisen. Dies gilt auch bei pflichtwidrig unterlassener Beratung. Dem Anwalt obliegt es dann aber, konkret darzulegen, wie die Beratung ausgesehen hat, die er erbracht haben will.
Zugunsten des Mandanten bestehen jedoch verschiedene Beweiserleichterungen, beispielsweise in Fällen unzureichender Sachverhaltsaufklärung dafür, dass der Mandant die fehlenden Informationen auf Nachfrage des Rechtsanwalts geliefert hätte. Ein Anscheinsbeweis zugunsten des Mandanten greift auch in Fällen unzureichender Beratung dafür, dass der Mandant sich beratungsgemäß verhalten hätte.

Michael Timpf

Rechtsanwalt


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