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Arzthaftungsrecht: Fehlerhafte Hüft-Operation – Abfindung durch Zahlung von 90.000 €

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Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler: Fehlerhafte Hüft-Operation – Abfindung durch Zahlung von 90.000 €

Behandlungsablauf:

Der geschädigte Patient erlitt infolge eines Unfalls eine Fraktur des Oberschenkelhalses. Die Fraktur wurde operativ durch den Einsatz einer Hüftprothese versorgt. Die hierbei eingebrachten Schrauben wurden vom Operateur zu lang gewählt, sodass eine der Hauptarterien, die das gesamte Bein versorgt, verletzt wurde. Kurze Zeit nach dem Eingriff zeigten sich Nekrosen im Fersenbereich. Während einer Folgeoperation wurden – nach Eröffnung des Bauchraumes – die überstehenden Schraubenenden gekürzt und die verletzte Beinarterie durch eine Gefäßprothese versorgt.

Außergerichtlicher Regulierungsverlauf:

Der geschädigte Patient versuchte zunächst ohne Unterstützung einen Vergleich mit dem Haftpflichtversicherer zu erwirken. Hierauf wurde ihm ein Betrag in Höhe von 3.000 € zur Abgeltung sämtlicher Ansprüche angeboten. Erst nachdem sich der geschädigte Patient anwaltlich vertreten ließ, konnten wir einen Vergleichsbetrag in Höhe von 90.000 € erzielen.

Anmerkung von Rechtsanwalt Koch:

Der vorstehende Fall zeigt, dass Haftpflichtversicherer die Unkenntnis und Unwissenheit von geschädigten Patienten häufig zu ihren Gunsten ausnutzen. Daher sollten Sie sich im Falle eines ärztlichen Behandlungsfehlers durch einen auf das Medizinrecht spezialisierten Fachanwalt vertreten lassen. Die Kosten hierfür hat der Versicherer ebenfalls zu tragen.

Daniel Koch

Fachanwalt für Medizinrecht

Foth & Koch Rechtsanwälte


Rechtstipp vom 03.07.2014
Aktualisiert am 21.08.2018
aus der Themenwelt Behandlung und Kunstfehler und den Rechtsgebieten Arzthaftungsrecht, Versicherungsrecht

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